Da ich selbst seit 15 Jahren Reifen montiere, möchte ich mal meine Erfahrung teilen.
Unsere ZOE Phase 2 ist uns vor 1 Jahr zugelaufen. Ich habe Sie mit 47 TKM als 3 Jahre alten Leasingrückläufer gekauft. Zuvor dem Leasingnehmer 195/55 16 91H Allwetterreifen montiert. Die Allwetterreifen auf der Vorderachse wurde mit dem empfohlenen Luftdruck von 2,5 Bar gefahren.
Im letzten Winter waren wir sehr unzufrieden mit den Fahrleistungen Schnee. Ich bin selbst auch kein Fan von Ganzjahresreifen, auf dem E-Auto speziell will ich möglichst wenig Laufgeräusche im Sommer und möglichst guten Grip im Winter, weil das Auto ja ordentlich Drehoment hat.
Zu den Erfahrungen:
Die Reifen auf der Vorderachse sind an den Schultern stärker abegefahren als in der MItte der Lauffläche. Die gleiche Erfahrung habe ich auch auf großen E-Autos bei mir in der Firma gemacht: Peugeot E-Traveller, da sind die Reifen, speziell die WR außen verschlissen. Problem: Hier kann ich auf der Vorderachse nicht mit höherem Druck reagieren, weil ich schon am Maximum des Reifens bin.
Bei der ZOE gehe ich jetzt mal 0,3 Bar über die Empfehlung von Renault und schaue mir das Reifenbild mal beim Wechsel im Herbst an. Da kommen dann echte Winterreifen drauf. Die Reifen 195/55 mit 91er Tragfähigkeit können i.d.R. 3,4 Bar maximal, also man sollte den Luftdruck für die ZOE fahren können, wenn man ihn denn gefunden hat.
Hankook ist bei Herstellern ein Premiuim. Ich würde dem Reifen bei 2,5 Bar auf der Vorderachse maximal 20 TKM zutrauen, dann wäre er auf den Schultern mindestens im Winter nicht mehr sicher.
die Michelin Crossclimate aus dem Jahr 2021 auf der Hinterachse sind vermutlich die ersten, die sind vom Profil nach 50 TKM auch am Ende. Die Hinterachse ist beim Frontrieb natürlich immer die Achse, auf der die Reifen länger halten. Enttäuscht bin ich von Michelin, wenn ich mir anchaue, wie spröde das Gummi nach 5 Jahren ist.