Schock nach erstem Kundenservice (in unserem Besitzt) bzgl. Akku

  • Seid gegrüßt,

    ich falle leider gleich mit der Tür ins Haus.

    Es geht um unsere Zoe vom 17.12.2021. Wir haben das Fahrzeug am 05.07.2025, ca. 350 km von unserem Wohnort entfernt, gekauft.

    Die Vorgeschichte ist hierbei jedoch wichtig:

    Das Fahrzeug (Vollausstattung) mit dem schönen lila Außenkleid und 135 PS und ca. 66000 km stand bei einem Renault-Händler und machte insgesamt einen guten Eindruck. Nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Verkäufer habe ich explizit nach der Akkukapazität gefragt, da für uns nur Fahrzeuge mit einer Restkapazität von über 90 % infrage kamen. Dies wurde dem Verkäufer auch klar so kommuniziert.

    Leider wurde mir lediglich telefonisch zugesichert, dass der Akku noch 95 % Kapazität habe. Auf dieser Grundlage haben wir uns schließlich für den Kauf entschieden.

    Vor Ort wurde dann alles bezahlt und unterschrieben – inklusive des Mietvertrags für den Akku – und wir traten die Rückreise an. Insgesamt verlief alles unauffällig. Die angezeigte Reichweite lag zu diesem Zeitpunkt bei ca. 330 km bei vollem Akku.

    Bis heute sind wir mit dem Fahrzeug grundsätzlich gut gefahren. Im Winter fiel uns jedoch auf, dass die Reichweite auf maximal etwa 190 km sank. Gut – es ist Winter, und es ist allgemein bekannt, dass die Akkuleistung in dieser Jahreszeit deutlich nachlässt.

    Am Mittwoch haben wir unsere Zoe zum Kundendienst gebracht und heute wieder abgeholt. Nach Rücksprache mit der Werkstatt bezüglich des Akkus wurde uns eine Restkapazität von nur noch 80 % mitgeteilt. Das war für mich natürlich ein Schock, da wir ursprünglich von 95 % ausgegangen sind und den Akku stets so schonend wie möglich behandelt haben (auch wenn es sich um einen Mietakku handelt).

    Wir sind nun entsprechend genervt und enttäuscht, weil wir

    a) den Akku dieses oder nächstes Jahr eigentlich rauskaufen wollten und

    b) nun befürchten, auf einem bereits deutlich verschlissenen Akku sitzen zu bleiben.

    Wie es weitergeht, wird nächste Woche mit dem Verkäufer geklärt.

    Hinzu kommt noch Folgendes:

    Ich habe bei der Bank wegen der Akkumiete angerufen, um mich über die aktuelle Garantieabdeckung zu informieren. Dabei stellte sich heraus, dass ich nicht einmal als Mieter des Akkus eingetragen bin. Somit kann ich aktuell selbst nichts veranlassen. Wie es dazu kommen konnte, ist mir völlig unklar. Die Mitarbeiterin der Bank meinte außerdem, dass der Zustand des Akkus im Vertrag vermerkt sein müsse. Auf meiner Vertragskopie ist dazu jedoch nichts zu finden. Wisst ihr, ob das tatsächlich so sein muss?

    Zusammengefasst meine Fragen:

    • Wie wird die Restkapazität des Akkus berechnet?

    • Gibt es eine Möglichkeit, diese selbst auszulesen?

    • Ist es möglich, dass der Akku trotz sehr schonendem Laden und Entladen innerhalb von ca. 6 Monaten und rund 3.500 km etwa 15 % Kapazität verliert?

    Vielen Dank fürs Lesen.

    Gruß

    David

  • Man kann den SoH (State of health - Gesundheitszustand) des Akkus mit dem Diagnosegerät aus dem Batterie-Controller (LBC) der ZOE auslesen. Selbst auslesen ist auch möglich, dazu braucht man die App CanZE und einen kompatiblen OBD-Dongle.


    Wenn der so ermittelte SoH ziemlich schlecht ist, gibt es noch einen Hoffnungsschimmer: Bei bestimmten Firmware-Versionen des LBC wird ein falscher (zu schlechter) SoH ermittelt.


    Es wäre also möglich, dass es deiner Batterie gar nicht so schlecht geht - hier findest Du Lesestoff dazu:



    Ich drück' dir die Daumen, dass Dein Auto von dem Problem betroffen ist - dann wäre das nämlich mit dem dort in der ACTIS-Lösung beschriebenen Firmware-Update zu lösen...

    Viele Grüße aus Nordhessen... ☆ ZOE Intens R135 Z.E.50 (07/20)

    Bernhard

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