Beiträge von wohliks

    Wobei mich wundert, das Voll-LED Leuchten nicht luftdicht verschlossen werden.

    Hm, das ist ein nicht ganz kleines Volumen - ich könnte mir vorstellen, dass bei den im Betrieb vorkommenden Temperaturschankungen schon relativ große Druckschwankungen durch thermische Ausdehnung des Luftvolumens entstehen, da wird eine hermetische Abdichtung schon etwas aufwändiger. Außerdem müsste die Leuchte dann bei der Herstellung mit trockener Luft befüllt werden und man müsste wohl auch noch ein Trockenmittel konstruktiv in der Leuchte "verstecken", ähnlich wie bei Mehrscheiben-Fensterglas.


    Ich denke, das wird schlicht aus Kostengründen nicht gemacht.

    Aber dann sollte das auch mobil nutzbar sein - also eher die Juice-Lösung...

    Je nachdem, was Du damit vorhast: Der (mobile) go-E Charger ist nicht teurer als der JB, aber es gibt ihn mit App-Anbindung, so dass Du einiges an Info über den Ladevorgang herausbekommst und das Ganze wohl auch von der App aus steuern kannst.


    Das kann der JuiceBooster2 nicht und er ist etwas teurer als der go-E, dafür ist er wetterfest, überfahrsicher und sehr simpel in der Bedienung, weshalb er an verschiedenen Stellen als "immer dabei Universal-Lade-Lösung" für das Reisen mit dem E-Auto empfohlen wird.

    ...und ich würde ja eigentlich lieber "auch mal" die mobile Möglichkeit haben.

    Das wird leider nicht möglich sein: Die KfW-Förderung bezieht sich ausdrücklich auf ortsfeste, auf 11 kW begrenzte und für die Steuerung durch den Netzbetreiber vorbereitete Geräte - darum gibt es ja die Liste der förderfähigen Geräte und auf dieser ist kein ICCU (fliegende Ladeeinrichtung) vertreten.


    Erschwerend kommt hinzu, dass "Tricks" wie 'heimlich auf 22 kW hochdrehen' oder 'Stecker dranmachen und mobil nutzen' faktisch Subventionsbetrug darstellen - das sollte man sich sehr gut überlegen, denn das ist ein Straftatbestand.


    Mögliche Lösungen:

    Förderfähige Wallbox installieren, die bekommt man nach Förderung fast zum Nulltarif - sich darüber freuen und eine mobile Ladeeinrichtung zusätzlich erwerben.

    Oder nur eine mobile Lösung wählen und dann eben auf die KfW-Förderung verzichten.

    Im Ernst: Bei der Reichweitenberechnung nach dem Aufladen fließt der Durchschnittsverbrauch der letzten 200 km ein (Handbuch Abschnitt 1.79) - unabhängig vom Verbrauchs-Durchschnitt seit Zurücksetzen des Tageskilometerzählers. Bei der geringen Gesamt-Fahrleistung von 24 km (wie ich im Foto sehe) bewirken kleine Änderungen des Momentanverbrauchs noch riesige Sprünge bei der Reichweitenberechnung - also ruhig bleiben und abwarten: Wenn Du mal >200 km auf der Uhr hast, stabilisiert sich auch die Reichweitenanzeige.

    Da lag gestern vielleicht ein bit quer - so, wie das jetzt auf Deinen beiden Fotos aussieht, ist es in Ordnung...

    Die Reichweite hängt auch von der Außentemperatur ab, vllt. war es gestern wärmer. Außerdem spielt sich die Reichweitenberechnung mit zunehmender Kilometerleistung noch besser ein.


    Falls sich das in Post #1 Beschriebene wiederholt, solltest Du mal deinen Freundlichen konsultieren - vielleicht ist ein Update fällig oder u.U. reicht auch ein Reset per Clip-Diagnosegerät.

    Was Du da beschreibst, scheint ein Phänomen speziell Deiner Zoe zu sein, darum die für Dich seltsamen Rückfragen. Damit wir gemeinsam darüber nachdenken können, was da los sein könnte, wäre es ganz hilfreich, wenn Du das mal fotografieren und die Bilder hier einstellen könntest...

    Ja, im Netz wird teilweise dramatisiert oder verharmlost. Als Beispiel muss immer das Handy-Ladekabel herhalten, wo mit 0,00X A geladen wird.

    [...]

    Aber eine "moderne", kurze 2,5 er Leitung, ohne viele belastete Abgänge, mit ordentlicher IP44-Dose, die dann mal tagsüber 2 - 3 Stunden belastet wird, sollte kein Überhitzungs-Problem darstellen.

    Ich gebe Dir recht: Das Thema ist schwierig wegen der vielen Einflussfaktoren, aber die angekokelten Schuko-Dosen sind keine Dramatisierung, sondern Realität und zeigen direkt auf den Kern des Problems. Damit sich jeder selbst ein Bild zu diesem Thema machen kann, versuche ich mal, das hier kurz zu beschreiben.


    Die Leitung ist - von Uralt-Installationen mal abgesehen - meist nicht das Problem, auch übersteht eine Standard-Schuko-Dose die Belastung mit 16 A für 2-3 Stunden mit hoher Wahrscheinlichkeit unbeschadet. Allerdings beträgt die Prüfdauer laut Norm bei 16 A nur eine Stunde - angesichts dieser Prüfdauer halte ich eine gewisse Skepsis hinsichtlich der Dauerbelastbarkeit für angebracht, denn...


    ...bei der ganzen Schuko-Lade-Diskussion geht es um einen zentralen Punkt:

    Bei Schuko-Dosen ist konstruktionsbedingt (genauer: aufgrund der geometrischen Form der Kontaktfedern) die Berührungsfläche zwischen Stecker-Pin und Dosen-Kontaktfeder relativ klein (bei billigen Dosen findet man ausserdem Kontakte aus zu dünnem Material, die dann schnell ausleiern und durch den Stromfluss schon selbst heiss werden). Durch diese kleine Kontaktfläche muss der Strom hindurch und wenn dann durch Schmutz und/oder nachlassende Federkraft der Übergangswiderstand an dieser Kontaktfläche ansteigt, wird es heiss und da die Wärme nicht weg kann, kann es zu den dokumentierten Schäden kommen. Zum Schutz vor einem solchen Schaden misst z.B. der JuiceBooster bei seinem Schuko-Adapter mit einem Sensor im Stecker dessen Temperatur und fährt den Ladestrom herunter oder unterbricht die Ladung.


    Bei CEE-Steckverbindungen (der einphasigen blauen und den dreiphasigen roten) sind die Kontaktfedern so konstruiert, dass der Stecker-Pin großflächig umfasst wird und sich damit der fließende Strom auf eine erheblich größere Kontaktfläche verteilt. Dadurch erreicht man eine wesentlich bessere Kontaktsicherheit und darum sind diese Steckverbindungen mit dem Nennstrom dauerbelastbar (nicht nur 1 Stunde).


    Die Kennzeichnung "6h" auf diesen Dosen benennt übrigens nicht etwa eine Prüf- oder Belastungsdauer, sondern ist nur eine Codierung für die Position des Schutzleiterkontakts bezogen auf die Stecker-Nase - diese Codierung ist nur bei Industrieanwendungen relevant.


    Ergänzung

    Ich hatte noch keine Legrand-Schukodose in der Hand, aber ich könnte mir vorstellen, dass die besondere Kontaktfedern hat (stabiles Material, hoher Federdruck, Form der Feder für grössere Kontaktfläche zum Stecker-Pin optimiert).