Beiträge von wohliks

    Dennoch blieb eine Frage über, muss ich mit dem Strompedal beschleunigen und mit der Bremse die Geschwindigkeit auch mitregulieren oder geht alles wirklich autark?

    Hm, mal kurz im Handbuch geblättert, was steht da auf Seite 2.67:


    Nehmen Sie die Hände vom Lenkrad. Sie

    müssen nur folgende Elemente betätigen:

    – Gaspedal;

    – des Bremspedals;

    – den Schalthebel.


    Fazit:

    Das geht nicht autark in dem Sinne, dass die Zoe auch beschleunigt und bremst - dass muss der Fahrer entsprechend den Anweisungen auf dem Display tun. Dabei darf - auch das steht dort - eine Fahrgeschwindigkeit von 7 km/h nicht überschritten werden. Lediglich das Lenken erfolgt automatisch.


    Du solltest vielleicht vor weiteren Experimenten mal den entsprechenden Abschnitt Deines Handbuchs (2.67 bis 2.71) komplett durchlesen.

    Okay, es gibt also anscheinend zwei verschiedene Beobachtungen:


    1. spontaner Reset des Tageskilometerzählers ohne sonstige Auswirkungen. Dies ist bei unser Zoe bisher genau einmal während der Fahrt aufgetreten: Durchschnittsverbrauch und Reichweite verändern sich plötzlich, blättert man zur Tageskilometer-Anzeige, ist diese auf Null gesprungen und zählt die Fahrstrecke neu. Sonst keinerlei weitere Effekte.


    2. spontaner Software-Reset des Gesamtsystems inkl. Zurücksetzen des Tageskilometerzählers sowie verschiedener System-Einstellungen. Das scheint tiefer zu gehen - die hier geschilderten Begleiterscheinungen (veränderte Licht- und Display-Einstellung, Meldungen (Hintere Fenster...)) sind beim spontanen Trip-Reset meiner Zoe nicht aufgetreten - darum würde ich von zwei voneinander isolierten Phänomenen ausgehen.


    .

    Witzig heute morgen hatte ich auch diesen Reset,

    Nein, das muss was anderes gewesen sein:

    Der "Reset" aus dem Beitrag #1 bezieht sich darauf, dass der Trip-Zähler des Bordcomputers sich einfach mal so zurücksetzt. Das hat einen Einfluss auf den Durchschnittsverbrauch und die Reichweitenanzeige, andere Einstellungen (Cockpitbeleuchtung etc) bleiben davon aber unbeeinflusst.

    Nun ja - bevor Du Dir weitere Gedanken machst, könntest Du mal testen, ob überhaupt die Grundvoraussetzung für Deine weiteren Überlegungen gegeben ist:


    Schließe die Zoe mit dem Ladeziegel an und unterbreche den Ladevorgang, indem Du den Schuko-Stecker ziehst oder die Steckdose abschaltest. Dann wartest Du eine gewisse Zeitspanne, stellst die Stromversorgung wieder her und schaust, ob die Ladung wieder startet. Während dieses Tests muss die Keycard außer Reichweite der Zoe bleiben, damit das Auto nicht durch die Keycard geweckt wird. Das Ganze machst Du als Versuchsreihe mit Wartezeiten von 30 min, 1 Stunde, 1 Stunde 30, 2 Stunden usw.


    Startet der Ladevorgang nicht automatisch bei Rückkehr der Stromversorgung, weil die Zoe zwischenzeitlich eingeschlafen ist, kannst Du Dir alle weiteren Überlegungen sparen.

    Na ja, ersetze "PWM-Generator" durch "Mikrocontroller mit Software", das trifft es vermutlich besser. Und wie schon geschrieben: Der Aufwand für die Sicherheits-/Zulassungsprüfung ist auch nicht unerheblich.


    Dass die Preisgestaltung derzeit durch Boom, Förderprogramme etc erheblich verzerrt ist, tut ein Übriges.

    Die Wallbox ist für die Kommunikation mit dem Lader des Autos zuständig und beinhaltet in der Regel Sicherheitsfunktionen (Fehlerstromschutzschalter etc.).

    Wenn Dich interessiert, was in einer Wallbox oder einer IC-CPD (In-Cable Control and Protection Device) abläuft, kannst Du Wikipedia befragen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wandladestation, https://de.wikipedia.org/wiki/In-Kabel-Kontrollbox


    Ob die enthaltene Hard- und Software die jeweiligen Preise rechtfertigt, sei mal dahingestellt - sicher aber liegt ein Teil der Kosten schon mal in der Zulassungsprüfung für so ein Gerät.

    An der Stelle mal die Frage an die Fachleute: Welche Spannung und Frequenz liegt an der Ladebuchse des Autos an?

    Was soll da schon anliegen - nominell 230 V ein- oder dreiphasig, 50 Hz.


    Bei DC-Ladung entspricht die Spannung am Ladeanschluss der Akkuspannung, also nominell 400 V, plus-minus je nach Ladezustand des Akkus.

    Ein "Problem" sollte der plötzliche Spannungswegfall auf den Leitungen nicht sein.

    Ja, stimmt eigentlich. Ich war in meinem Beitrag (#2) erstmal nur davon ausgegangen, dass das nicht der Regelfall ist, weil normalerweise die Ladung beendet wird, bevor die Verbindung getrennt wird. Aber wenn ich jetzt nochmal drüber nachdenke, sollte das wirklich kein Problem sein. Andererseits haben mich 50 Jahre Erfahrungen mit Elektrokram aller Art gelehrt, das Schicksal nicht herauszufordern, wenn immer es vermeidbar ist...

    ...und dann bleibt da noch die Frage, ob das Auto bei Rückkehr der Ladestromversorgung nach einer längeren Pause überhaupt wieder selbstständig mit dem Laden beginnt...


    Ich habe das noch nie ausprobiert, aber nach allem, was ich dazu im Netz gelesen habe, scheint es so zu sein, dass das Auto nach einer gewissen Zeit ohne Ladestromversorgung "einschläft". Wenn dann die Ladestromversorgung wieder eingeschaltet wird, wacht es aus diesem Zustand nicht von selbst wieder auf, sondern erst nach einem Nutzereingriff (Schließvorgang per Keycard oder so).


    Wie geschrieben: Das ist keine eigene Erfahrung, geht aber aus etlichen Berichten im Netz so hervor - zusätzlich mag das auch vom Firmware-Stand des Autos abhängen.