Beiträge von KaMaKi

    Da die Zoe sehr konservativ lädt, dürfte es schwierig sein, beim Laden einen sich anbahnenden Defekt zu erkennen. Besonders beim langsamen Laden dürfte keine Temperierung notwendig sein.

    Bei der Ph1 war es wohl so, dass im Fahrbetrieb unter 6°C die Batterie beheizt wurde, längstens bis zum Erreichen von 9°C. Ob das bei der Ph2 auch noch so ist? Who knows.

    Ich werde jedenfalls für unsere Zoe nach Auslauf der Garantieverlängerung eine Reparaturkosten-Versicherung abschließen, um für solch unliebsame Erfahrungen gewappnet zu sein.

    Mit eigenen Erfahrungen kann ich nicht dienen, aber der Defekt ist unter Zoeisten bekannt. Möglicherweise fehlt eine simple Schaltung, die bei zu geringem Betriebsdruck den Trockenlauf des Kompressors verhindert.

    Deine Werkstatt scheint sehr kompetent zu sein, wenn sie den Fehler erst nach mehrfachen Reparaturversuchen finden.

    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem anstehenden Rechtsstreit. Die Beweisführung dürfte schwierig werden, dass schuldhaftes Verhalten seitens Renault vorliegt. In der Branche ist es üblich, die Kunden auf hohen Werkstattrechnungen sitzen zu lassen. VW-CNG-Fahrer können da ein Lied davon singen. Die mussten tausende EUR für den Austausch angerosteter Gasflaschen alleine bezahlen, obwohl der mangelhafte Rostschutz offensichtlich war. Kulanz Fehlanzeige. Und die durften ohne erfolgten Austausch nicht mehr tanken, bzw. haben die HU nicht bestanden. Du kannst wenigstens weiterfahren (wenn auch weitgehend ohne Heizung und Klima).

    25 Jahre habe ich die beiden ( Toyota und Suzuki ) gefahren ( nacheinander natürlich ) ohne das ein unplanmässiger Defekt auftrat

    Ich wage zu bezweifeln, dass dies mit Fahrzeugen der aktuellen Generation (gleich welcher Hersteller und Antriebsart) heute noch möglich wäre. Ich fahre seit 1985, meine damaligen Autos waren meist 8-9 Jahre alt. (Verschleiss-)Reparaturen erledige ich überwiegend selbst, habe auch das Know-How und Werkzeug dazu. Selbst eine komplette De- und -Remontage eines Vierzylinders habe ich schon gemacht.

    Heute kommst Du ohne Tester kaum noch aus. Selbst für Arbeiten an der Bremse brauchst Du oftmals elektronische Hilfe. Wer soll denn in 25 Jahren solche Fahrzeuge noch instandhalten?

    bis sich Reparaturen ... wirtschaftlich nicht mehr rentieren

    Und warum nicht? Weil ich mir für den selben Betrag (oder mehr) einen Gebrauchten mit unbekannter Historie und den selben Schwächen kaufen kann? Bei dem in nicht absehbarer Zeit die selben Defekte auftreten können?

    Dann doch lieber reparieren (lassen) mit voller Gewährleistung auf die ausgetauschten Teile.

    Wer Schiss vor unabsehbaren Kosten hat, kann eine entsprechende Versicherung abschließen.

    PS: ein Kumpel von mir hat gerade seinen Vectra Turbodiesel zu Grabe getragen, weil der Motor die Grätsche gemacht hat. Da sind für einen Tauschmotor vom Schrottplatz (mit den selben Problemen wie oben) inkl. Einbau auch mal schlappe 2.500 - 3.000 EUR fällig, und das ganz ohne Gewährleistung.

    Die meisten Autofahrer verkennen einfach die Tatsache, dass ein Auto (unabhängig von der Antriebsart) ein rollendes Groschengrab ist. Die Preise sind am Boden, weil sich niemand einen gebrauchtes BEV kaufen will. Dazu trägt ein großer Teil der BEV-Fahrer durch die Verbreitung von Horrorstories über Defekte, Batteriedegradation, Ladeinfrastruktur und Reichweite ihren maßgeblichen Anteil bei. Komischerweise preist kaum jemand die unübersehbaren Vorteile: Geräuscharmut, Geruchlosigkeit, keine extremen Abgase bei Kaltstart/Kurzstrecken, laufende Kosten (KFZ-Steuer, Versicherung, THG-Quote, Fahrstrom).

    Ich habe die Batterie nicht gemietet.

    In dem mir vorliegenden Dokument ist die Gesamtfahrleistung unter VI 2. letzter Satz und XVIII 4. b) zu finden. Die zweite Fundstelle besagt, dass die Vermieterin bei Erreichen der Gesamtfahrleistung zur sofortigen Kündigung berechtigt ist.

    Möglicherweise ist das Dokument veraltet und wird so nicht mehr verwendet.

    So steht es zumindest in den Allgemeinen Mietbedingungen (dem "Kleingedruckten"). 200.000 km ist die "der Konditionierung zugrunde gelegte maximale Gesamtfahrleistung", nach deren Erreichen der Mietvertrag nicht mehr verlängert werden kann. In der Praxis bietet wohl Renault dann den Kauf an. Lehnt man ab, muss die Batterie durch einen Fachbetrieb ausgebaut und zurückgegeben werden.

    Man sollte auch wissen, das man eine lebenslange Garantie gegen ein 8jährige eintauscht.

    Das ist eine Fehlannahme. Faktisch endet dein Batteriemietvertrag spätestens bei Erreichen von 200.000 km. Was dann passiert, wirst Du ja nicht erleben, weil Du deine Zoe vorher abgibst.

    Ein weiterer gravierender Nachteil ist die aus dem Mietvertrag resultierende Verpflichtung, über die gesamte Laufzeit eine Vollkasko-Versicherung mit max. 500 EUR SB abzuschließen.

    Aber gut, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich bin eher der Käufer und Barzahler. Was ich mir nicht leisten kann, kaufe ich auch nicht.

    vagant Meiner Kenntnis nach ist die niedrigste Miete 948 EUR jährlich. Du musst also selbst entscheiden,

    - wie lange Du das Auto fahren willst und

    - an wen Du das Auto ggfs. verkaufen willst (bei Privatverkauf musst Du evtl. die Batterie zuvor kaufen, um nicht auf dem Mietvertrag sitzen zu bleiben).

    Du hast bei Kauf eine Garantie bis acht Jahre oder 160.000 km, wenn alle Wartungen nach Plan und rechtzeitig ausgeführt werden.

    Du brauchst bei Miete nicht damit zu rechnen, irgendwann einen Batterietausch zu erhalten, weil der SOH unter den vereinbarten Wert gefallen ist. Dieser Fall ist noch nie eingetreten.

    Sinnvoll ist der Abschluss einer Reparaturkosten-Versicherung (z. B. Rekoga MAXX), weil einige kostspielige Reparaturen eintreten können (Motor, Lader, Klima). Gibt hier einige Threads zu dem Thema.