Beiträge von Twiker

    RZ110

    Möglicherweise verstehe ich Text und Bilder nicht, aber:


    Die aktuellen Bilder 1-3 könnte man so interpretieren, dass zu wenig Kältemittel im System ist. Die Verdampfertemperatur ist sehr hoch. Das kann natürlich verschiedene Gründe haben, die sich aus Deiner Testkonfiguration ergeben. Beim Betrieb mit zu wenig Kältemittel, verdampft jedenfalls diese geringe Menge sehr schnell, durchläuft also nicht mehr den gesamten Verdampfer komplett, und kommt dann mit zu hoher Temperatur heraus.


    Im aktuellen Bild 4 wurde die Klimaanlage deaktiviert?


    Im Kontext verstehe ich die vorigen Bilder auch nicht wirklich. Oder waren das einfach noch alte Bilder noch aus dem Winter-/Heizbetrieb mit -4 Grad Außentemperatur?

    Danke wohliks für die transparente Darstellung. Nur reicht eine einfache Druckmessung leider überhaupt nicht aus.


    Zwar kann man sich bei der Zoe ganz grob so orientieren: Sobald die Klimaanlage eine Weile gelaufen ist, sollte sich ein Hochdruck von ca. 10 bar (Winter) bis ca. 25 bar (Hochsommer) einstellen. Bleibt der Druck im Winter unter 5 bar ist das ein sicheres Indiz für eine nicht ausreichend befüllte Klimaanlage und man sollte zügig einen Klimaservice machen lassen, um einen Schaden am Kompressor hoffentlich noch zu vermeiden.


    Aber: Ganz ohne Druckanzeige merkt man diese Situation auch längst an fehlender Kühl-/Wärmeleistung (sofern nicht nur der Akku gekühlt wird).


    Davon abgesehen, dass der "rote" Druckbereich im Sommer, Winter und ausgeschaltet, völlig unterschiedlich interpretiert werden muss, ist die Druckanzeige also kaum "besser/frühzeitiger", als die spürbare Kälte/Wärmewirkung - und beides ist schon viel zu spät bzw hoffentlich gerade noch rechtzeitig bevor schon ein Schaden eintreten kann.


    Viel frühzeitiger kann ein Mangel an Kältemittel (und damit Schmierung des Kompressors) an den Temperaturverläufen des Kältemittels erkannt werden. Bei zu wenig Kältemittel erhitzt es sich schneller und kühlt mangels Menge im Wärmetauscher frühzeitiger ab. Im weiteren Verlauf führt das zu höheren Kühlmitteltemperaturen und beginnender Taktung des Kompressors.


    An den Temperaturverläufen an unterschiedlichen Stellen im System kann man schon frühzeitig und damit rechtzeitig vor einem Schaden, einen Kältemittelmangel erkennen. Um die Temperatur an unterschiedlichen Stellen im System zu messen, ist im Gegensatz zu einer vielfachen Druckmessung, auch keine Öffnung des Kältemittelkreislaufs notwendig und damit keine zusätzliche Gefahr von Undichtigkeiten gegeben.


    Solange aber alle Hersteller (also nicht nur Renault) noch keine solche Alarmierungslogik haben, der Tipp an alle:


    Der Klimakompressor wird durch das Kältemittel geschmiert. Verliert die Zoe (und eigentlich auch alle anderen Fahrzeuge mit Wärmepumpen) Kältemittel, läuft der Kompressor zunehmend trocken. Das hört man als (unangenehmes) Brummen, bereits bevor am Druck oder der Kälte/Wärmewirkung etwas wirklich auffällt. Dann sollte man schon die Klimaanlage der Zoe sofort abschalten und zur Werkstatt fahren.


    Schade, 8 Seiten und immer noch sind Ursache und Wirkung im Nebel.


    Normalerweise frisst ein Kompressor wenn er längere Zeit mit zu wenig Kältemittel bzw zu wenig Schmiermittel (im Kältemittel) betrieben wird. Späne sind dann eine Folge und man kann eigentlich froh sein, wenn der Hersteller einen Teil der Kosten übernimmt, falls eine deutliche Nutzungszeit vorher schon deutliche Anzeichen erkennbar waren.


    Deutliche Anzeichen beginnen mit einer längeren Dauer bis zum Einsatz einer Kühl-/Wärmewirkung. Die Anzeichen setzen sich fort über den gänzlichen Ausfall der Kühl-/Wärmewirkung bis hin zu zunehmenden Geräuschen beim Betrieb.


    Schön wäre, wenn die Protagonisten der berichteten Schäden genaueres zum Ablauf berichten würden, um zu erkennen, ob es sich vielleicht um ein Serienproblem handelt, oder eher wahrscheinlich einfach um noch fehlendes Problembewusstsein der Folgen des Betriebs ohne ausreichendes Kältemittel.


    Auch und gerade im letzteren Fall müssen die Hersteller dringend deutliche Warnanzeigen beim Betrieb mit zu wenig Kältemittel einrichten. Solange sehe ich diese in der Pflicht, die oft hohen Folgekosten mit zu tragen.

    Ja, eine regelmäßige Prüfung der Kältemittelmenge kann auf jeden Fall nicht schaden.


    Aber viel wichtiger ist aus meiner Sicht, dass bei einer Auffälligkeit an der Kühlung/Heizung sofort die Alarmglocken angehen und das Fahrzeug schleunigst in die Werkstatt gebracht wird.


    Mir ist bei unserem eSmart noch folgendes gut in Erinnerung: Nachdem ich das Fahrzeug wegen mangelhafter Kühlfunktion in die Werkstatt gebracht hatte, wurde mir dann gesagt, dass die Ersatzteile vier Wochen Lieferzeit hätten. Daraufhin fragte ich, ob wir das Fahrzeug dann solange ohne Klimafunktion wieder fahren könnten. Das lehnte die Werkstatt aber rigoros ab. Sie müssten das Fahrzeug solange "stilllegen", andernfalls würden sie jegliche Gewährleistung ablehnen. Weil ich vom TWIKE das Fahren auch ohne jegliche Klimatisierung gewohnt war, war ich da zunächst etwas empört, habe die Notwendigkeit aber nach der Erklärung dann verstanden und bin der Werkstatt mittlerweile für diese Weitsicht dankbar.


    Allerdings ist der Fall von Klena möglicherweise anders gelagert. Wenn ohne Vorzeichen ein solches "Geräusch" von der Wärmepumpe kommt, dass man ab dem Zeitpunkt diese nicht mehr einschaltet, dann spricht das doch eher für einen plötzlichen Defekt.


    Wenn dagegen nur zu wenig Kältemittel im System ist, dann hört man zwar vielleicht ein Blubbern oder Zischen und es dauert zunehmend länger, bis die Kühl- bzw Wärmewirkung durch den verlängerten Druckaufbau einsetzt, aber das ist eher noch nichts, was alarmiert, aber, wie geschrieben, jedoch unbedingt alarmieren sollte.

    Ich kann das oben von Kakami geschriebene bestätigen.


    Wir hatten auch mal einen eSmart. Als einmal die Klimaanlage im Sommer nachließ, hat die Werkstatt sofort eindringlich darauf hingewiesen, das Fahrzeug nicht mehr zu benutzen und die Klimaanlage sofort reparieren zu lassen. Weil die Ersatzteile während Corona etwas länger dauerten, legte die Werkstatt das Fahrzeug so lange still, weil auch beim Laden im Sommer die Klimaanlage Lader und Batterie kühlt und ansonsten ein Defekt des Kompressors oder sogar am Lader bzw der Batterie zu befürchten gewesen wäre.


    Eine defekte Klimaanlage bzw Wärmepumpe ist bei einem Elektrofahrzeug daher unter Umständen wirklich gravierend. Daher kann ich nur hoffen, dass dafür bald eine Warnanzeige zur Pflicht oder zumindest zum Standard wird.

    Danke Klena. Das klingt ja wirklich nach einem Kompressorproblem.


    Aber habt ihr tatsächlich bei den Werkstattterminen das Kühlmittel auswiegen lassen? Da gibt es nämlich keine Füllstandsanzeige und auch keine Druckprüfung. Man muss das Kühlmittelgas rausnehmen und die Menge auswiegen, um zu sehen, ob bzw wie viel fehlt. Selbst beim Klimaservice wird nur die Funktion geprüft, die auch noch mit 50% der eigentlich notwendigen Kühlmittelmenge gegeben ist, obwohl der Kompressor längst leidet.


    Einmal habe ich sogar eine Fachwerkstatt erlebt, die auf meinen Hinweis die Klimaanlage zu prüfen, einfach nur auffüllen wollte. Das ist fast schon Sachbeschädigung, wenn man nicht weiß, wieviel noch im System ist. Insbesondere bezweifle ich, dass dann die richtige Menge Schmiermittel beigesetzt worden wäre.


    Aber wenn ihr bis zum Auftauchen des "Geräusches" eine Einschränkung der Kühl-/Heizwirkung ausschließen könnt, dann spricht das für einen von vorne rein defekten Kompressor oder, wahrscheinlicher, dass bei der Erstbefüllung das Schmiermittel vergessen wurde.


    Mindestens fehlt aus meiner Sicht bei den Autowärmepumpen eine Warnanzeige für das Kühlmittel, so wie es das bei jeder Hauswärmepumpe vorhanden ist. Das ist natürlich kein trivialer Schalter, aber da müssen sich die Entwickler eine Logik zur Erkennung überlegen. Vielleicht gibt es das auch schon bei manchen Marken, aber mir ist da nichts bekannt und das halte ich für eine gefährliche Lücke, weshalb man bei vielen Marken von diesem Problem hört. Selbst die Späne sind nicht Renault-spezifisch.

    Sorry, ich versuche nur die Diskussion zu verstehen und aus meiner Sicht eventuell die Ursache und Wirkung vom Kopf auf die Füße zu stellen.


    Die Thread Überschrift heißt ja auch "Klimaanlage hat ein Leck". Und mit wenig oder sogar ohne Kühlmittel im System frisst jeder Kompressor irgendwann fest, weil im Kühlmittel auch ein Schmiermittel für den Kompressor enthalten ist. Meines Wissens sowohl bei reinen Klimaanlagen, als auch bei einer Wärmepumpe. Egal ob elektrisch oder über Riemen angetrieben.


    Die Frage um die es mir geht ist also: Wie lange läuft ein Kompressor noch mit zu wenig Kälte- und damit auch Schmiermittel im System.


    Und entsprechende Folgefragen: Gibt es rechtzeitig vorher Anzeichen für den Fahrer oder fehlt eine Warnanzeige vom Hersteller?


    Die Klimaanlage meines Mercedes war auch elektrisch angetrieben, war auch kein reiner Verbrenner. Und da gab es für mich vorher auch keine wahrnehmbaren Vorzeichen, weil ich sie auf den überwiegenden Kurzstrecken wenig benutzt habe, so dass vielleicht beim langsamen und langen Laden des Fahrzeugs an der Wallbox, die Klimaanlage mangels ausreichend Kühl-/Schmiermittel festgefressen ist. Die Ursache war jedenfalls mangelndes Kühlmittel und ich frage mich, ob ich bei regelmäßiger Nutzung und mehr Achtsamkeit das vorher hätte erkennen können.


    Und zur Frage nach meiner Zoe: Die ist Baujahr 21 und hat bisher keine Anzeichen und keine Probleme.

    @ Klena

    Schade, aber vielen Dank. Ich hatte gehofft, dass aus den hier berichteten vereinzelten Schäden mit erheblichen Folgekosten vielleicht ein Tipp zumindest zur Vermeidung höher Folgekosten an die Community resultieren könnte.


    "Das Geräusch" (des bereits festgefressenen Kompressors) war vermutlich so eindringlich, dass man die Klimaanlage bzw auch die Lüftung zum Wärmen dann vermutlich nicht mehr einschaltet. Aber da ist das Kind ja bereits im Bach, sprich die Späne im System.


    Es geht also zum Einen um das Davor. Vielleicht erinnerst Du Dich ja doch noch an etwas, was vielleicht erst im Nachhinein damit in Verbindung stand. Also zB schwache, nachlassende Kühlleistung, dann dreht man automatisch kühler und die Frage ist, wie lange der Kompressor das noch ohne Schaden mitmacht.


    Es geht aber auch um das Danach zB beim Laden. Auch wenn man dann die Kühlung/Wärme nicht mehr explizit nutzt, so schaltet sich das ja bei entsprechenden Außentemperaturen automatisch beim Laden zum Kühlen/Heizen der Batterie und verschlimmert dadurch die Folgen. Ist da vielleicht etwas aufgefallen was in Verbindung stehen könnte.


    @ RZ110

    Ich verstehe Deinen Ärger. Man hört und liest allerdings auch bei anderen Herstellern mit Wärmepumpen von solchen Einzelfällen mit sehr hohen Folgekosten. Bei Deinem Porsche war das vermutlich ebenso wie bei meinem Mercedes auch "nur eine einfache Klimaanlage" und keine Wärmepumpe? In dem Kältemittel bzw zusätzlich zu diesem ist übrigens ein Schmiermittel. Genau deshalb entstehen ohne Kältemittel zwangsläufig bei längerem Leerlauf Schäden am Kompressor.

    @ Klena

    Vielen Dank für die Beschreibung. Das ist interessant. Der Klimagenerator muss ja schon eine gewisse Zeit leer laufen, damit er Späne bildet und festfrisst.


    Das ist dann vermutlich eher schon vor August passiert, als es Euch noch nicht wirklich aufgefallen war und bevor Ihr dadurch vorsichtig wurdet? Oder habt ihr nachher im Winter doch die Lüftung mit Wärmeeinstellung noch längere Zeit laufen lassen?


    Wir hatten mal einen defektem Klimakompressor (ohne Wärmepumpe) bei einem anderen Fahrzeug und den Defekt darauf zurück geführt, dass wir noch zu lange bei unzureichender Kühlleistung die Klimaanlage gestresst haben. Das hat damals auch zusammen rund 5000 Euro gekostet und wir fragten uns, ob wir das hätten vermeiden können, wenn wir beim ersten Anzeichen einer unzureichenden Kühlleistung gleich die Klimaanlage bis zur Reparatur hätten ausgeschaltet gelassen.


    Würdest Du daher als vorsichtigen Tipp hier im Forum bestätigen, dass man so einen Defekt des Klimakompressors ggf noch vermeiden kann? Nur das notwendige Abdichten und Auffüllen wäre bei rechtzeitigem Reagieren dann ungleich kostengünstiger.


    Oder hättest Du einen anderen Tipp zur Vermeidung von solch hohen Folgekosten?

    @ Klena

    Was mich interessieren würde: Habt ihr erstmals im November etwas bemerkt oder gab es vorher schon Anzeichen wie Geräusche oder schlechte Heiz-/Kühlleistung?


    Im November, vermute ich, habt ihr dann die schlechte Heizleistung erkannt?


    Seid ihr immer mit Klimaautomatik gefahren oder habt ihr Lüftung und Heizen/Kühlen nur bei Bedarf aktiviert.


    Mehr als 15.000 km pro Jahr lässt auf regelmäßiges, tägliches Fahren schließen. Oder ist das Fahrzeug auch immer wieder längere Zeit unbenutzt gewesen?


    Interessant wäre auch das Fahrprofil, also zB viel Autobahn oder eher Land bzw Stadt?


    Aus dem bisherigen Thread lässt sich da wenig rauslesen, ob das Problem in einem Zusammenhang mit einer bestimmten Nutzung stärker bzw schneller Auftritt.