Beiträge von Aquarius

    Komisch ich habe von eigen Tesla Fahrern gehört Bremsscheiben tausch weil verrostet. Ist ja wie in 2 Welten :)


    Das kann dir bei jedem E-Auto mit starker Rekuperation passieren, wenn man die Bremsen nicht im Blick behält.
    Deshalb sollte man gelegentlich auch mal ohne Rekuperation fahren und die Bremse bewusst ordentlich ran nehmen.

    Wir fahren die Zoe zu 99 % im B-Modus. Gelegentlich fahre ich dann bewusst etwas bremslastiger oder bremse das Ding mal etwas kräftiger runter, um die Scheiben sauber zu halten. Die hinteren Scheiben sehen bei uns nach fast 50.000 km immer noch top aus. Kenne eine Zoe bei der die hinteren Scheiben nach nur 15.000 km total eingelaufen waren und auf Kulanz von Renault erneuert wurden.

    Viele Hersteller verbauen hinten mittlerweile sogar wieder Trommelbremsen, weil die Bremsen durch die Rekuperation so wenig genutzt werden, die stecken das deutlich besser weg.

    ist das bei 3-phasigem Laden mit 22 KW auf dem N-Kontakt dann auch ein Problem?

    Nein.

    Bei gleichmäßiger 3-Phasen-Belastung heben sich die drei phasenverschobenen Ströme gegenseitig auf, deshalb fließt über den Neutralleiter praktisch kein Strom.

    Wenn beim PV Laden nur mit Verzögerungen umgesetzt wird, geht bestimmt einiges verloren, das summiert sich ja dann auch. Allerdings hab ich jetzt nicht den Vergleich, wie "realtime" die anderen Anbieter das lösen.


    Mit evcc lässt sich die Phasenumschaltung sehr gut steuern: Ich verzögere das Zurückschalten beispielsweise um 15 Minuten


    Ich glaube, da kam mein Punkt missverständlich rüber. Mit der Verzögerung meinte ich ausschließlich die Zeit bis zur Phasenumschaltung zwischen 1p und 3p.


    Die aktuelle Ladeleistung wird natürlich trotzdem permanent in Echtzeit an den aktuellen Überschuss angepasst.

    Hier mal ein Beispiel aus letztem Jahr an einem Wochenende:

    Damals einphasig noch bis 28 A, deshalb ist der Phasenwechsel kaum sichtbar.
    Man erkennt auch schön, dass der Hausspeicher erst geladen wird, nachdem der Ladevorgang der Zoe abgeschlossen ist.

    Den Hausspeicher lade ich vormittags übrigens bewusst nur bis 70 %. Der Rest kommt dann erst gegen Abend, damit er nicht den ganzen Tag bei 100 % mit zu hohen Spannungen herumsteht.



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    Dass die Zoe einphasig bis 32 A laden kann, ist fürs Überschussladen an bewölkten Tagen zwar eine sehr feine Sache, weil man fast keine Überlappung beim Phasenwechsel hat. Allerdings ist der Querschnitt des N-Kontakts dafür leider zu schwach ausgelegt, was ich hier herausgefunden habe. Seitdem habe ich die Leistung einphasig gedrosselt.

    Wegen den Ladeverlusten steht die Wallbox dann im Winter auf 3 Phasen.


    Aber wenn du die Ladeverluste erwähnst, sollte man auch die Lade- und Entlade Verluste der Speicher erwähnen.


    Wie gesagt, ein Patentrezept gibt es nicht. Jeder muss für sich die optimale Lösung finden.

    Genau so sieht es aus, man kann hier nur den individuellen Fall betrachten. Wann wird geladen, wie groß ist die PV usw...
    Netzladung findet bei mir auch ausschließlich 3 phasig mit 24A statt. Bester Kompromiss aus Verlusten und Wärmeentwicklung der Komponenten.




    Einphasiges Laden verursacht allerdings höhere Ladeverluste, sollte man im Hinterkopf behalten. Mit evcc lässt sich die Phasenumschaltung sehr gut steuern: Ich verzögere das Zurückschalten beispielsweise um 15 Minuten; in dieser Zeit wird der fehlende Strom aus dem Hausspeicher oder aus dem Netz bezogen. Sobald wieder genügend Überschuss verfügbar ist, setzt der Timer sich zurück. So vermeidet man bei wechselnder Bewölkung ein ständiges Hin- und Herschalten.

    nun gut, ich hab ja die Quelle benannt und wer es lesen mag, bildet sich eben seine Meinung selbst. Ich bin entweder mit dem Firmenwagen oder mit dem privaten Auto unterwegs, sobald mein Hausakku voll ist, geht´s in eines der Autos.

    Meinungen brauch ich mir da eigentlich keine bilden, da ich die Fakten für meinen individuellen Fall täglich vor mir habe.

    Man sollte dabei bitte auch den Kontext berücksichtigen. Der Blogbeitrag stammt von einem Wallbox-Hersteller, enthält im Kern unbelegte Behauptungen ohne Quellenangaben und relativiert ausgerechnet eine Funktion, die laut eigenem Text zum Zeitpunkt des Beitrags im eigenen Produkt noch gar nicht verfügbar war, sondern erst per Update nachgereicht werden sollte. Da finde ich es wenig überraschend, dass die Vorteile der Phasenumschaltung eher relativiert werden. Im Artikel wird ja mehrfach argumentiert, dass der Nutzen „meist gering“ sei oder nur „marginal“. Gleichzeitig fehlt die Funktion im eigenen Produkt noch. Das wirkt auf mich zumindest nicht völlig neutral.

    Der Austausch der Kühl

    Genau. Und das es geht zeigt Tesla. Keine vorgeschriebenen Wartungsintervalle, welche sich auf die Garantie auswirken. Hatten bis jetzt 3 Teslas für je 3 Jahre im Leasing und mussten nicht einmal in der Werkstatt.

    Ja, das ist eigentlich das beste Beispiel, ob man Tesla mag oder nicht.

    Ich kenne von Tesla Fahrern in meinem Umfeld nichts anderes. Einmal wurde ne Rückleuchte wegen Feuchtigkeit direkt vor der Haustür gewechselt, sonst ist mir nichts bekannt.

    Ich habe den wichtigsten Teil zitiert. Wer den kompletten Beitrag lesen möchte, kann das tun, macht in jedem Fall Sinn.

    Nochmal in ganz eigenen Worten:

    Wer eine PV-Anlage mit Speicher betreibt, lädt erstmal so lange seinen Speicher, bis die Mindestleistung für PV-Überschussladen vorhanden ist. Der Speicher nimmt auch vorher was an, Autos mögen halt eine bestimmte Mindestleistung. Wenn diese Mindestleistung auch bei vollem PV-Speicher nicht vorhanden ist, kann man das Delta durch Zukauf aus dem Netz ergänzen. Man lädt dann immernoch unter Verwendung seines PV Überschuß und würde ja z.B. bei 50% PV Stromanteil seinen Netzbezugspreis halbieren, wenn man die Gestehungskosten mal ignoriert. Der Versuch, durch 1-phasiges Laden nur mit PV Strom zu laden funktioniert halt nur, wenn man fast kein Auto fährt.

    Mir ist das einfach zu verallgemeinert.

    Bei uns funktioniert das an sonnigen Tagen problemlos: In evcc ist die Fahrzeugladung priorisiert. Dadurch kann ich morgens vor der Arbeit noch einphasig mit PV-Überschuss nachladen und nach Feierabend erst dreiphasig und später, wenn die PV-Leistung sinkt, wieder einphasig weiterladen.

    Drei Stunden einphasiges Laden mit 16 A sind immerhin grob 50 km Reichweite.


    So laden wir an sonnigen Tagen ungefähr die Energie nach, die wir auf dem Arbeitsweg verbraucht haben. Bei rund 75 km täglichem Arbeitsweg funktioniert das echt ganz gut.

    Am Wochenende wird dann möglichst per PV-Überschuss vollgeladen. Selbst wenn wir es unter der Woche nicht schaffen jeden Tag komplett nachzuladen, reicht es ja völlig, wenn wir freitags wieder irgendwo bei 20–30 % landen und am Wochenende erneut vollladen können.

    Was soll ich machen? Nicht warten lassen?

    Am Ende zählt für mich als Verbraucher, was es mich kostet. Ich will nicht die Ursachen dazu ergründen. Zumindest nicht jetzt. Und selbst wenn, ändert es ja nichts an dem, was ich bezahlen muss.


    Wie gesagt, das liegt meiner Meinung nach weniger an der Technik sondern einfach an den eingefahren Strukturen der Hersteller.

    Als Verbraucher zählt natürlich am Ende, was auf der Rechnung steht, da hast du völlig recht. Nur würde ich daraus nicht ableiten, dass E-Autos technisch ähnlich wartungsintensiv sind wie Verbrenner, sondern eher, dass manche Hersteller das einfach nicht an die Kunden weitergeben möchten sondern ihr Werkstatt System am Leben halten wollen.

    Entweder man akzeptiert diese Kosten, macht möglichst viel selbst oder streicht unnötiges vom Service-Plan oder schaut bei einem Hersteller vorbei, der erkannt hat, dass E-Autos weniger regelmäßige Wartung brauchen und entsprechend gar keine festen Pflichtintervalle mehr vorschreiben.