Moin, ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen nachdem ich ein wenig zu dem Problem mit unserem Renault Zoe gegoogled habe und hoffe hier ein paar Eindrücke/Erfahrungen von euch zu bekommen.
Die anderen Beiträge mit ähnlichem Thema von Rheinperle und chap0 habe ich gelesen, würde mich dennoch freuen, wenn mir hier ggf. weitergeholfen werden könnte.
Wir besitzen einen Renault Zoe Phase 2 EZ 2020. Kilometerstand ca. 52.000.
Bei einer Fahrt nach Hause neulich haben wir bemerkt, dass die Klimaanlage nicht mehr kühlt...also Werkstatttermin bei der Renault Werkstatt gemacht und gebeten einmal nachzuschauen, woran es denn liegen könnte.
Die Werkstatt hat den Wagen dann entgegengenommen und als erstes den Füllstand des Kühlgases R1234yf kontrolliert. Hier war noch ca. 850 Gramm im System. Das haben die einmal vollgemacht und dann getestet, ob es daran gelegen hat. Da dies nicht der Fehler war, haben sie das neu hinzugefügte Gas wieder abgesaugt und ihr Diagnose-Gerät angeschlossen.
Der Fehlercode auf dem Gerät war: DTCA48719 (danach musste ich auch explizit fragen, da es nicht auf der Rechnung stand) und die Werkstatt teilte mir mit, dass der Klimakompressor defekt sei und erneuert werden müsse. Kostenvoranschlag beläuft sich auf knapp über 3000€ wovon 2000€ der Kompressor sind und 580€ für 1KG neues R1234yf. (mal davon abgesehen, dass es den Kompressor von DENSO bei ebay für unter 500€ und das Gas in einer 950Gramm Flasche für 90€ gibt...aber gut lassen wir das)
Nun habe ich beim Abholen des Fahrzeugs explizit nachgefragt was der Schaden hinsichtlich der Benutzung des Fahrzeuges bedeutet. Antwort des Renault Mitarbeiters: Klimaanlage funktioniert nicht (Warm/Kalt) aber mit der Batteriekühlung habe dies nichts zu tun, da es zwei getrennte Systeme wären. Ich könnte so viel weiterfahren wie ich möchte. (Ich habe diese Aussage dann nochmal von der Google KI überprüfen lassen und die widerspricht der Aussage der Werkstatt ausdrücklich, da der Kompressor wohl auch mit der Batteriekühlung verbunden ist und ohne Kompressor die Aktiv-Kühlung ausfällt.)
Nach ein wenig Lesen im Internet reichen die Möglichkeiten des Defekts wohl von "Korrosion an einem Stecker" (150€ Reparatur) bis hin zu Kompressor mechanisch zerfressen und Späne im Kühlkreislauf (mehrere tausend Euro).
Auf die Möglichkeit einer Korrosion am Stecker hat die Werkstatt nicht hingewiesen und dies wurde auch (meines Wissens nach) nicht kontrolliert. Auf den möglichen schlimmsten Fall von Spänen im Kühlkreislauf wurde auch nicht hingewiesen und dementsprechend auch keine Prognose genannt wie stark die Reparaturkosten dann steigen würden. Unsere Nachbarn besitzen auch (gleich 2) Renault Zoes und die hatten wohl ebenfalls mal ein Problem mit ihrer Klimaanlage, wo am Ende nur der Temperatursensor im Außenspiegel defekt war und das System dadurch blockiert hat....der Kostenvoranschlag derselben Renault Werkstatt sah bei denen auch sofort einen mehrere tausend Euro teuren Großeingriff ins Klimasystem vor...)
Aktuell zweifle ich leider die Kompetenz der Renault Werkstatt an oder zumindest will ich denen nicht blind glauben, da sie:
1) mir eine (vermutlich?) falsche Diagnose bezüglich der Verbindung von Klimakompressor und Batteriekühlung gegeben haben
2) nicht darauf hingewiesen haben, dass ggf. nur ein Korrosionsfehler vorliegt (es kann natürlich auch was schlimmeres sein, aber zumindest sollte man diese Möglichkeit doch überprüfen, oder nicht?)
3) Beim Kompressor 400% des Preises verlangen, für den man einen Ersatzkompressor bekommt (und selbst wenn man den Kaufpreis eines original Renault Kompressors ansetzt, und keinen Kompressor vom Erstzulieferer Denso, liegen die Kosten "nur" bei 1500€ und nicht 2000€) und auch beim Kühlgas r1234yf für 1KG 580€ abrechnen wollen, was knapp 600% über Marktwert liegt.
Ich tendiere aktuell dazu eine Zweitmeinung von einer freien Werkstatt mit HV Schein einzuholen und dort hinsichtlich einer möglichen Korrosion einmal nachschauen zu lassen.
Gibt es weitere Dinge, die ich beachten sollte oder Tipps für ein weiteres Vorgehen?
Klimakompressor kaputt? DTCA48719
-
-
3000 € ist doch ein super Preis. Defekte Klimaanlage kosten, wenn alle Teile wegen der Späne getauscht werden, um die 10.000 € bei Renault.
Freie Werkstätten schaffen das auch günstiger, geben aber nicht unbedingt Garantie das es lange hält.
-
Alles anzeigen
Moin, ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen nachdem ich ein wenig zu dem Problem mit unserem Renault Zoe gegoogled habe und hoffe hier ein paar Eindrücke/Erfahrungen von euch zu bekommen.
Die anderen Beiträge mit ähnlichem Thema von Rheinperle und chap0 habe ich gelesen, würde mich dennoch freuen, wenn mir hier ggf. weitergeholfen werden könnte.
Wir besitzen einen Renault Zoe Phase 2 EZ 2020. Kilometerstand ca. 52.000.
Bei einer Fahrt nach Hause neulich haben wir bemerkt, dass die Klimaanlage nicht mehr kühlt...also Werkstatttermin bei der Renault Werkstatt gemacht und gebeten einmal nachzuschauen, woran es denn liegen könnte.
Die Werkstatt hat den Wagen dann entgegengenommen und als erstes den Füllstand des Kühlgases R1234yf kontrolliert. Hier war noch ca. 850 Gramm im System. Das haben die einmal vollgemacht und dann getestet, ob es daran gelegen hat. Da dies nicht der Fehler war, haben sie das neu hinzugefügte Gas wieder abgesaugt und ihr Diagnose-Gerät angeschlossen.
Der Fehlercode auf dem Gerät war: DTCA48719 (danach musste ich auch explizit fragen, da es nicht auf der Rechnung stand) und die Werkstatt teilte mir mit, dass der Klimakompressor defekt sei und erneuert werden müsse. Kostenvoranschlag beläuft sich auf knapp über 3000€ wovon 2000€ der Kompressor sind und 580€ für 1KG neues R1234yf. (mal davon abgesehen, dass es den Kompressor von DENSO bei ebay für unter 500€ und das Gas in einer 950Gramm Flasche für 90€ gibt...aber gut lassen wir das)
Nun habe ich beim Abholen des Fahrzeugs explizit nachgefragt was der Schaden hinsichtlich der Benutzung des Fahrzeuges bedeutet. Antwort des Renault Mitarbeiters: Klimaanlage funktioniert nicht (Warm/Kalt) aber mit der Batteriekühlung habe dies nichts zu tun, da es zwei getrennte Systeme wären. Ich könnte so viel weiterfahren wie ich möchte. (Ich habe diese Aussage dann nochmal von der Google KI überprüfen lassen und die widerspricht der Aussage der Werkstatt ausdrücklich, da der Kompressor wohl auch mit der Batteriekühlung verbunden ist und ohne Kompressor die Aktiv-Kühlung ausfällt.)
Nach ein wenig Lesen im Internet reichen die Möglichkeiten des Defekts wohl von "Korrosion an einem Stecker" (150€ Reparatur) bis hin zu Kompressor mechanisch zerfressen und Späne im Kühlkreislauf (mehrere tausend Euro).
Auf die Möglichkeit einer Korrosion am Stecker hat die Werkstatt nicht hingewiesen und dies wurde auch (meines Wissens nach) nicht kontrolliert. Auf den möglichen schlimmsten Fall von Spänen im Kühlkreislauf wurde auch nicht hingewiesen und dementsprechend auch keine Prognose genannt wie stark die Reparaturkosten dann steigen würden. Unsere Nachbarn besitzen auch (gleich 2) Renault Zoes und die hatten wohl ebenfalls mal ein Problem mit ihrer Klimaanlage, wo am Ende nur der Temperatursensor im Außenspiegel defekt war und das System dadurch blockiert hat....der Kostenvoranschlag derselben Renault Werkstatt sah bei denen auch sofort einen mehrere tausend Euro teuren Großeingriff ins Klimasystem vor...)
Aktuell zweifle ich leider die Kompetenz der Renault Werkstatt an oder zumindest will ich denen nicht blind glauben, da sie:
1) mir eine (vermutlich?) falsche Diagnose bezüglich der Verbindung von Klimakompressor und Batteriekühlung gegeben haben
2) nicht darauf hingewiesen haben, dass ggf. nur ein Korrosionsfehler vorliegt (es kann natürlich auch was schlimmeres sein, aber zumindest sollte man diese Möglichkeit doch überprüfen, oder nicht?)
3) Beim Kompressor 400% des Preises verlangen, für den man einen Ersatzkompressor bekommt (und selbst wenn man den Kaufpreis eines original Renault Kompressors ansetzt, und keinen Kompressor vom Erstzulieferer Denso, liegen die Kosten "nur" bei 1500€ und nicht 2000€) und auch beim Kühlgas r1234yf für 1KG 580€ abrechnen wollen, was knapp 600% über Marktwert liegt.
Ich tendiere aktuell dazu eine Zweitmeinung von einer freien Werkstatt mit HV Schein einzuholen und dort hinsichtlich einer möglichen Korrosion einmal nachschauen zu lassen.
Gibt es weitere Dinge, die ich beachten sollte oder Tipps für ein weiteres Vorgehen?Hi,
Jetzt war es ja bisher recht warm, so dass man die Heizung nicht unbedingt brauchte: hast Du probiert, ob die Heizung geht? In Deinem Text steht das nicht explizit, nur der Satz der Werkstatt. Wenn die gehen sollte, ist der Kompressor ok,
Habe auch eine PH2 2020 (130tkm), da funktionierte vor kurzem die Heizung nicht mehr (Kühlen ja), weil ein Steuerkabel eines Ventils im Klimakreislauf angescheuert war. Sachen gibt es. Da kam allerdings direkt ein Fehlercode mit Hinweis aufs Ventil. Getriggert von irgendwelchen KI-Ergebnissen hatte ich zunächst Kältemittel auffüllen lassen, da fehlten auch nur 200g. Meine Werkstatt nahm je kg 374 Euro brutto.
Vermutlich hast Du die Sache schon irgendwo beauftragt, falls nämlich die Heizung nicht geht, dann nervt es jetzt im Herbst gewaltig mit beschlagener Scheibe etc.
Ich wünsche Euch viel Glück, dass es nicht zu teuer wird!
-
Ich habe die Heizung tatsächlich nicht getestet, war aber noch wo anders und habe die Stecker auf Korrosion prüfen lassen. Es lag keine Korrosion vor. Wir haben nun einen Termin bei meiner Vertragswerkstatt für den Ausbau des Alt-Kompressors und bis dahin muss ich erstmal abwarten. Laut KI liegt die Wahrscheinlichkeit bei 80-85%, dass Späne im System sind. Dass es sich nur um einen reinen Platinenfehler handelt ist wohl eher ein ausgesprochener Glücksfall laut KI.
Der Antrag auf Kulanz (anteilige Beteilung an den Reparaturkosten) wurde von Renault bedauerlicherweise auch vollständig abgelehnt. Begründung: Fahrzeug zu alt.
Ich kann gerade nur hoffen, dass wir zu den wenigen Glücksfällen zählen, bei denen keine Späne im System sind... ich bereite mich innerlich aber schon auf das Worst-Case Szenario vor.
Aktuell bin ich einfach nur enttäuscht, dass ein Wagen nach 52.000 Kilometern, und der zu 99% im Eco Modus gefahren wurde, bereits einen solchen Schaden aufgrund von "Verschleiß" erleiden kann. So etwas hätte ich frühestens ab 100.000 Kilometern erwartet. -
Ist das Klimakompressor Problem eigentlich auch bei den neuen Renault zu erwarten, oder funktionieren die anders? Von den technischen Daten sind R4 und R5 ähnlich wie die Zoe.
-
Ist das Klimakompressor Problem eigentlich auch bei den neuen Renault zu erwarten, oder funktionieren die anders? Von den technischen Daten sind R4 und R5 ähnlich wie die Zoe.
Das werden wir in ca. 5 Jahren wissen. Bei e-Autos ist es in meinen Augen wichtig einen Hersteller mit möglichst langer Garantie zu wählen.
-
Da muss man halt auch schauen was sich rentiert, wenn der Wagen nach der Garantie so einen Schaden hat.
Der reine Kompressor Tausch (ohne Späne im System) liegt bei 3000€.
Der vollständige Tausch des gesamten Systems (Späne im System) liegt bei vermutlich über 8000€...bei einem Restwert von vielleicht 9000-12000€ vom Wagen.
Jetzt sind die Fragen:
1) Wenn man das System komplett tauschen lässt...hält es dann erstmal wieder 5+ Jahre? (Garantie auf den Neueinbau ist halt nur 1 Jahr, aber realistisch sollte es ja mindestens so lange halten wie zuvor auch +- halt einberechnet)
2) Gibt es andere Stellen, die beim Zoe ebenfalls extrem kostenintensiv in der Reparatur sind und nach einer gewissen Zeit sehr häufig anfallen? Dann rentiert sich die Reparatur nämlich nicht so sehr.
3) Sollte man den Wagen überhaupt reparieren lassen, oder versuchen ihn abzugeben und einen neuen nehmen wegen neuer Neuwagengarantie?
4) Oder repariert man den Wagen, weil 8000€ immer noch günstiger sind als 35000€ für ein neues E-Auto und hofft, den Renault Zoe dann bis 150.000 Kilometer aufzufahren? Aktuell ist der Kilometerstand nach 6 Jahren halt erst 52.000. Das wären dann bei gleichem Fahrverhalten nochmal mindestens 10 Jahre oben drauf.
Wünschenswert wäre es natürlich den Wagen zu reparieren und dann noch viele Jahre zu fahren...selbst wenn alle 5-7 Jahre der Kompressor wieder kaputt gehen sollte ist die Reparatur im Vergleich zum Kauf eines Neuwagens günstig. Aber da steht halt echt die Frage im Raum wie viel andere Baustellen beim Zoe noch anfallen und wie teuer die werden können. -
Wie man hier im Forum ab und an mal liest verschleißen die Motorlager gerne mal unter 100.000 km.
Muss natürlich nicht sein, aber ich denke das sind die beiden sehr kostspieligen Schwachstellen der Zoe.
-
Ok...also das Motorlager kann man aber ersetzen lassen durch Keramiklager oder andere "bessere" Lager, die nicht so schnell anfällig für Korrosion sind. Und der Austausch liegt bei irgendwo zwischen 1900-2500€. Das wäre ja noch vertretbar, zumal das Lager danach ja besser gegen Korrosion geschützt ist als davor. Internet sagt der Chamäleon Lader wäre noch eine häufigere Baustelle und würde beim Tausch auch wieder um die 4000€ kosten.
Da scheint sich die Reparatur für mich aktuell zu lohnen. Zwar ist ein Verschleiß blöd und man hätte lieber ein Auto, das "für die Ewigkeit" (oder bis an die 300.000 Kilometer) mit top Bauteilen konstruiert wurde, aber immer noch günstiger als ein Neuwagen.
Immerhin haben wir noch einen Batteriemietvertrag und müssen uns da keine Sorgen machen, dass wir auch irgendwann einmal eine neue Batterie kaufen müssen. -
Immerhin haben wir noch einen Batteriemietvertrag und müssen uns da keine Sorgen machen, dass wir auch irgendwann einmal eine neue Batterie kaufen müssen.
Ich persönlich bin der Meinung, dass der Akku das elektrische Bauteil ist um das man sich am wenigsten Sorgen machen muss.
Ich würde in eine 6 Jahre alte Zoe nicht mehr allzu viel an Reparaturkosten investieren. Wenn man nicht selber schrauben kann / mag, dann ist die wirtschaftliche Grenze schnell erreicht.
eAUTO-THG-PRÄMIE (*) | Zubehör bei Amazon (*) | Zubehör bei Ebay (*) | Kfz-Versicherung (*)
* Werbung / Affiliate Link - Du unterstützt unser Forum möglicherweise mit einer kleinen Provision. Danke!