Beiträge von wohliks

    Ich hatte im Juli 2020 meinen Netzbetreiber angeschrieben und gefragt, wie es sich mit der Meldepflicht einer In-Cable-Ladeeinrichtung verhält, die an einer vorhandenen CEE16 betrieben werden soll, weil in diesem Fall ja keine Installation durch einen Fachbetrieb notwendig ist - hier als Auszug der entscheidende Satz aus der Antwort meines Netzbetreibers:


    An einer Stelle muss ich Sie berichtigen, denn Ihr „Juice Booster 2“ ist nicht gemeint, wenn die Norm von einer „Ladeeinrichtung“ spricht. In Ihrem Fall ist die Ladeeinrichtung nämlich die CEE-Steckdose. Diese ist, sobald sie zum Laden von Elektroautos verwendet wird, meldepflichtig.


    Edit: ...und eigentlich ist das ja auch logisch, denn bei der Meldepflicht geht es nicht um die technische Einrichtung, die da installiert wird, sondern darum, dass der Netzbetreiber Kenntnis davon erhält, dass hier ein Stromverbraucher zu erwarten ist, der - anders als der klassische Hausanschluss - eine hohe Leistung über längere Zeit bezieht. Genau das ist relevant für Planung und Auslegung des Verteilnetzes, für dessen sicheren Betrieb ja der Netzbetreiber verantwortlich ist.

    Man sagte mir, man dürfe auf keinen Fall an die 12 Volt Batterie denn sonst erlösche die

    Komplettgarantie der Zoe ZE50 03/2020 und man müsse abschleppen

    Was ist denn eine "Komplettgarantie"? Die 2 Jahre Werksgarantie liefen bis 03/2022 - oder hast Du die Garantieverlängerung gebucht? Abseits irgendwelcher Garantiebedingungen: Rein technisch sollte es möglich sein, die Zoe per klassischer "Starthilfe" zum Laufen zu bringen - es gibt Berichte von Usern, bei denen das funktioniert hat. Dann wäre allerdings noch abzuklären, was die 12-V-Batterie entleert hat bzw. ob sie defekt ist.

    An Android 12 kann's nicht liegen: Hier (Samsung Galaxy S10, Android 12, myRenault-App 4.32.0) läuft es im Moment ohne Probleme.


    Edit: ...jedenfalls die Ladezustands- und Reichweitenanzeige sowie die adhoc-Vorklimatisierung - Push-Nachrichten habe ich jetzt mangels Notwendigkeit zum Laden heute nicht ausprobiert.

    Zu 1: Das geht bei der Zoe nicht - in keiner Ausstattungs-Variante. Ist wohl dem Umstand geschuldet, dass die Zoe eben ein "Kleinwagen" ist - manche Features bleiben den höheren Fahrzeugklassen vorbehalten.


    Zu 2: Die Sofortklimatisierung per Button in der App geht ohne Ladekabel und ohne Freigabe im EasyLink - die wird nur benötigt, wenn aus der App ein Klima-Timer programmiert/geändert werden soll. Voraussetzungen für die Sofortklimatisierung: Ladestand min 40 %, Server in Frankreich funktioniert, Zoe hat Mobilfunkempfang, "Remote Services" sind aktiviert.


    Zu 3: Stimmt, das Auto muss das abkönnen - allerdings sollte man der Akku-Lebensdauer zuliebe vermeiden, das Auto bei hohen Umgebungstemperaturen wochenlang vollgeladen herumstehen zu lassen.

    Wenn dein Lader mit 3000 Watt arbeitet, dann benötigt er pro Stunde 3kWh.

    Das scheint mir für den Eigenverbrauch der Ladelektronik deutlich zu hoch gegriffen: Dann lägen die Ladeverluste bei 11 kW Ladeleistung ja bei 30%.


    Unter günstigen Bedingungen (von 20 auf 85 % SoC, 20 Grad Außentemperatur) komme ich bei 11 kW Ladeleistung auf weniger als 10% Gesamtverlust...

    ...braucht man auch beim Wasser kochen bei gleichem Energieeintrag mehr Zeit für die Erhöhung der Temperatur desto höher die Temperatur wird.

    OT: Nein. Zwischen 0 und 100°C ist der Temperaturverlauf bei konstanter Energiezufuhr linear. (Physik-Lehrbuch)


    Zum Thema: Beim Akku-Ladestrom gibt es einen Grenzwert, oberhalb dessen der Wirkungsgrad der Akku-Chemie sinkt und mehr Verlustwärme entsteht - also die Ladeverluste im Akku zunehmen. Um also die Gesamt-Ladeverluste zu minimieren, muss man die Leistung einstellen, die den optimalen Kompromiss zwischen Verlusten in der Ladelektronik und Verlusten im Akku darstellt. Da das Ganze auch noch von der Temperatur und dem Ladezustand des Akkus abhängt, wird man immer mehr oder weniger danebenliegen.