Beiträge von wohliks

    Ich wage es zu bezweifeln das die Zoe mit 22KW geladen wird. Mein Stromversorger gibt mir bei einer Heidelberg Wallbox mit 11KW über den Nachtstromtarif maximal 9.5 KW frei.

    Das kann aber bei steinju ganz anders sein: Wir kennen die dortige Ladetechnik und den genutzten Tarif nicht und wissen auch nicht, ob da der Netzbetreiber überhaupt irgendwas steuert - es gibt tatsächlich Netzbetreiber, die ungesteuerte 22 kW Wallboxen genehmigen.

    Meine bessere Hälfte bekommt am Freitag einen ID.3 zur Probefahrt. Dann werde ich mal checken, wie eine 22kW-Ladung bei VW klingt....

    Ich will nicht schon wieder besserwisserisch wirken, aber da wirst Du Probleme haben: Das im ID.3 eingebaute AC-Ladegerät kann nur maximal 11kW. Die Zoe steht mit der hohen serienmäßigen Ladeleistung von 22 kW AC ziemlich allein im E-Auto-Markt. Höhere Ladeleistungen kann der ID.3 nur über den CCS-Anschluss (also DC) an einer Schnelladesäule - da allerdings lädt er dem Vernehmen nach mit bis zu 100 bzw. 125 kW (Performance-Modell). ;)

    Je nach Ladezustand und Ladestrom wird sich die Batterie intern erwärmen, da gibt es mehrere Sensoren (die bei Zoe Ph1 auch via OBD ausgelesen werden konnten). Wird der Akku jetzt intern an irgendeiner Stelle für den Geschmack des Batteriemanagement-Systems zu warm, geht der hintere Lüfter los. In dem Video haben wir erfahren, dass die Batterie-Temperatur während des Ladensmöglichst begrenzt werden sollte.


    Desgleichen die Ladelektronik: Je höher der Strom, desto wärmer werden die Bauelemente der Leistungselektronik und die Motorwicklungen, die beim Laden von der Ladelektronik genutzt werden -bei einer bestimmten Temperatur wird auch da die Kühlung angeworfen.


    Und damit sind wir wieder beim Ratschlag vom Anfang: Wenn das Auto nicht unbedingt schnell voll werden muss, lade einfach mit 11 kW und alles ist gut.

    Zitat

    Ab in die Werkstatt - und NICHT abwimmeln lassen!

    Du, ich glaube, mit "Gebrüll" im Urspungspost war wohl tatsächlich schlicht gemeint, dass beim Laden mit 22 kW Front- und Batterielüfter laufen und so einigen Lärm verursachen - also vermutlich kein Defekt, denn bei einigen Zoes hier im Forum scheint diese Phänomen ja also normal bekannt.


    Da ich in meiner Garage mit 11 kW lade, kann ich dazu nur berichten, dass bei dieser Ladeleistung Ruhe herrscht - die Gegenprobe konnte ich bei meiner Zoe mangels Gelegenheit noch nicht machen.


    Aber es ist bestimmt nicht falsch, sicherheitshalber von der Werkstatt prüfen zu lassen, ob das Lade-/Batterie-Management bei 22 kW richtig arbeitet.

    Okay, einigen wir uns darauf: Die Reichweite könnte sich locker verdoppeln und das Laden würde ohne Probleme mit der max. möglichen Leistung der jeweiligen Ladesäule funktionieren - man könnte also mit einem 100 kWh-Akku herumfahren und an einer 150-kW-Säule 10 % SoC pro 4 Minuten nachladen. Klingt auch so noch ziemlich gut...

    Na ja, das liest sich zwar sensationell, aber da gibt es noch die Physik, die das Ganze etwas komplizierter macht:


    Da "dreifache Reichweite" auch dreifache Kapazität bedeutet, hätte die Zoe dann also roundabout 150 kWh im Akku - soweit, so gut.

    Um den dann in 5 Minuten zu vollzuladen, braucht man eine Ladesäule mit einer elektrischen Leistung von 1,8 Megawatt!


    Ladekabel und -stecker müssen dann 4500 A aushalten - also nur mal eben das 10-fache aktueller Ladetechnik, und die wird jetzt schon ganz gut warm... ;)

    Wir schweifen zwar jetzt etwas ab, aber was auch ganz gut lärmt, ist die Vorklimatisierung, insbesondere beim Heizen, wie mir scheint - die Wärmepumpe und der Lüfter des Außen-Wärmetauschers sind auch nicht direkt leise...

    Der Originalartikel beim ADAC liest sich da deutlich differenzierter: Wesentlich ist der Einsatz des Fahrzeugs - will man nicht damit in den Skiurlaub und fährt das Auto im urbanen Umfeld, sind die Wintereigenschaften eines Allwetterreifens durchaus akzeptabel, gleiches gilt für Sommereigenschaften, wenn man nicht gerade auf die Nordschleife oder Regenrennen fahren möchte.


    Bei der Fahrleistung in unserem Haushalt altern die Winterreifen schneller als sie sich abfahren - und ein alter Winterreifen ist noch deutlich schlechter als ein junger Ganzjahresreifen.


    Hätte ich regelmäßig Langstrecken zu fahren und könnte das Auto bei extremem Wetter nicht auch mal stehenlassen, dann hätte ich auch Sommer- und Winterreifen, aber bei meinem Nutzungsprofil ist der (als Ganzjahres-Option gelieferte) Michelin CrossClimate vollkommen in Ordnung.