Das ist mir gerade alles etwas zu unkonkret.
Das ist so unkonkret, weil in Deinem Fall eine gravierende Unwägbarkeit hineinspielt: Wir kennen nicht die tatsächliche von der Ladesäule gelieferte Leistung.
Kommen wir mal zu meiner 11-kW-Ladung in der heimischen Garage zurück:
Das Auto zieht beim Ladebeginn 10,8 kW, dieser Wert bleibt konstant bis zu einem SoC von 95-97 %, dann verringert sich die Ladeleistung deutlich, bis bei 100 % noch ca. 2 kW oder weniger fließen und das Balancing stattfindet. Beim 52-kWh-Akku entspricht das einer Ladung mit ~0,2 C, das ist völlig unkrtitisch und darum gibt's da keine großen Schwankungen der Ladeleistung und darum ist der Prozess ganz gut vorhersagbar, nur die Dauer des Balancing schwankt - es geht mal schneller oder dauert auch mal länger, je nach Kondition des Akkus.
In Deinem Fall (22 kW Ladeleistung bei 22-kWh-Akku) wird mit fast 1 C geladen, da wird die Ladeleistung ziemlich sicher schon deutlich vor 95-97 % reduziert werden. Insofern ist zu erwarten, dass ein Ladevorgang um so länger dauern wird, je voller der Akku ist - in jedem Fall immer einiges länger als die mit 22 kW in 22kW-Akku errechnete Dauer. Hinzu kommt die Ladesäule: Während bei mir zu Hause die gelieferte Leistung 1. ablesen kann und diese 2. über die gesamte Zeit voll verfügbar ist, wissen wir nicht, was Deine Ladesäule macht - die Prognose von 5h30 zu Beginn würde ja bedeuten, dass der Zoe von der Säule zunächst nur ~2,5 kW Ladeleistung angeboten wurden. Ein weiterer Einflussfaktor ist die Temperatur des Akkus (zu heiß, zu kalt) - wir wissen ja gar nicht, ob die mutmaßlichen Schwankungen der Ladeleistung von der Säule oder von der Zoe ausgelöst werden.
Ohne die genaue Beobachtung der Details des Ladevorgangs (insbesondere der von der Säule gelieferten Leistung über die Zeit und evtl. der Akku-Parameter mit CanZE) kann man das nicht bewerten und nur blind im Kaffeesatz rumstochern - das ergibt keinen Sinn.