Beiträge von geraldo

    Herzlich willcommen, AlCabone!

    Kommen wir zum wichtigsten für mich erst einmal, ich habe gestern bei Aldi einfach mal beim Einkaufen etwas geladen zum Testen und die ladeleistung ging auf 11 kW hoch, nach dem Einkaufen aber hat er ca 10% geladen und ich wusste nicht kann ich den jetzt einfach abziehen oder muss ich vorher irgendwas machen? Laut Bedienungsanleitung muss ich einmal auf die Taste drücken die vorne die ladebuchse öffnet und dann kann ich innerhalb von 30 Sekunden das Kabel ziehen allerdings konnte ich auf dem Display nicht erkennen ob er währenddessen lädt oder nicht

    Mich wundert, dass du nur 11kW Ladeleistung hattest; die Zoe kann 22kW. Entweder kann dann die Aldi-Säule nicht mehr oder das vermutlich mit dem Auto ausgelieferte Kabel ist nur eins bis 11kW.


    Auf dem Kabel bzw. dem Stecker muss ungefähr folgendes stehen: 380/400V, 32A, 3P


    Ich nutze meist die Taste im Auto, um den Ladevorgang zu beenden. Die Zoe lädt dann sofort nicht mehr (sieht man auch an der Anzeige in der Ladebuchse). Das ist eine Sicherheitsfunktion: Der Stecker ist verriegelt, solange noch Strom fließt (oder das Auto glaubt, dass noch Strom fließt), damit beim Abstecken keine "Funken fliegen".

    Jetzt steht der 4. Service an, 12V-Batterie, Bremsflüssigkeit und Pollenfilter, habe bei zwei Händlern angefragt: Kosten liegen zwischen 500 und 600 €. Die Zoe hat erst ca. 30.000 km.

    Den Schock hab ich auch verdauen müssen. Und es kommt "noch besser": Im 5. Jahr wird die Kühlflüssigkeit getauscht - das soll noch teurer werden und ist wohl auch unbedingt nötig, um Korrosion an Elektronikkomponenten zu vermeiden.

    Ich finde den Preis sehr happig! 6 Jahre alt, zwei Vorbesitzer, und darüber hinaus die magere Ausstattung, wie sie es damals war.

    Die LED beziehen sich wahrscheinlich auf das Tagfahrlicht. Das Abblendlicht war in der ersten Phase noch Halogenlicht. Und im Fall der Zoe (1) noch ein sehr schlechtes.

    Mehr als 6000,- würde ich nicht ausgeben.

    Naja, die 6000 Euro würde ich eher nur sehen, wenn der Akku ein Mietakku wäre.

    Hallo 0Tom0,


    für eine Pendelstrecke von 150km inklusive Autobahn (eine Richtung?) bräuchtest du definitiv eine Lademöglichkeit in Arbeitsplatznähe, sonst geht sich die Rechnung nicht aus.


    Unbedingt erwähnen sollte man auch, dass die Zoe Ph1 keinen CCS-Anschluss hat, ergo an heute gängigen Schnellladesäulen (Gleichspannung/DC) nicht aufgeladen werden kann. Sie ist also nur ein Fahrzeug für überschaubare Strecken, aber für Fahrten über die Reichweite des Akkus hinaus nur sehr begrenzt nutzbar, da du mit 22kW, was AC-Ladesäulen in den meisten Fällen unterstützen, 2 Stunden lang lädt.


    LG Geraldo

    Hallo Theo,


    willkommen im Forum. Wir haben unsere Zoe seit ziemlich genau einem Jahr und ich kann mir vorstellen, dass du in den nächsten Monaten unterschiedliche Eindrücke und Erfahrungen sammeln wirst.

    Kannst du zu Hause laden? Hat deine Zoe den (optionalen) CCS-Ladeanschluss? Fürs Laden unterwegs musst du dich etwas gründlicher einlesen, wenn du vermeiden willst, dass du desöfteren mehr bezahlst als nötig gewesen wäre.

    Für sinnvoll halte ich, die "Connected Services" bei Renault zu buchen, damit man unterwegs und aus der Entfernung per Smartphone abrufen kann, ob und wie weit das Auto schon aufgeladen ist.

    Was das Fahren angeht wirst du deine eigenen Erfahrungen machen und machen müssen. Ich war etwas blauäugig und dachte, mit Autobahnrichtgeschwindigkeit könnte man das Auto doch sicherlich bewegen. Du wirst auf längeren Strecken relativ schnell feststellen, dass sich die Reisegeschwindigkeit aus Fahrgeschwindigkeit und Lade"geschwindigkeit" zusammensetzt. Einigermaßen effizient ist der Antrieb bis ca. 115kmh, darüber steigt der Verbrauch relativ steil an und du stehst nur umso früher und umso länger an der Ladesäule (ganz abgesehen davon, dass das Kleinwagenfahrwerk auch nicht unbedingt zum "rasen" animiert"). Und Schnellladen (so du denn CCS eingebaut hast) ist bei der Zoe eher solala. Du vermeidest Ladefrust durch eine entsprechende Reiseplanung, bei der sich die Ladepausen für Spaziergänge oder Restaurantbesuche nutzen lassen. Für die Reiseplanung brauchst du eine geeignete App, da das eingebaute Navi (so vorhanden und noch aktuell) nicht sonderlich taugt. Die besten Erfahrungen habe ich bisher mit Abetterrouteplanner (ABRP) gemacht, die App weiß ziemlich genau, was das Auto so unterwegs verbraucht und wie lange es lädt.

    Ich war im ersten Winter - obwohl ich glaubte, mich mit dem Thema theoretisch beschäftigt zu haben - doch einigermaßen erschüttert, wie sehr sich die Reichweite reduziert und wie sehr sich die Ladezeiten verlängern (auch das weiß ABRP ziemlich genau). Man kauft sich mit der Zoe ein Auto, dessen technisches Konzept vor weit über 10 Jahren entwickelt wurde - damit muss man sich anfreunden.

    Mit der Zeit lernt man auch, wie sich das Auto relativ sparsam bewegen lässt, ohne dass man am Steuer einschläft oder alle anderen Verkehrsteilnehmer zur Weißglut bringt. Bspw. nutze ich den Tempomat nur noch gelegentlich zur Entlastung des rechten Beins und auch nur auf flachen Autobahnabschnitten. Die Rekuperation kann "sportliches" und wenig vorausschauendes Fahrverhalten nicht auffangen, sondern dessen Auswirkungen nur abmildern. Man fährt sparsamer, wenn man das Beschleunigungsvermögen nur komplett ausnutzt, wenn es die Verkehrssituation erfordert. Statt bergab zu rekuperieren fahre ich lieber mit minimalem Vortrieb und nutze den entstandenen Schwung dann mit mäßigem Pedaldruck für die nächste Steigung.

    Von einem benzinbetriebenen Kleinwagen kommend genieße ich sehr die niedrige Geräuschkulisse beim Fahren - man kann sich unterhalten, man kann klassische Musik hören. Angenehm ist auch das elektrotypisch unmittelbare Beschleunigungsvermögen, das Überholvorgänge auf der Landstraße und das Auffahren auf die Autobahn erheblich erleichtert.


    Mit internetten Grüßen

    geraldo