Bei der Zoe VORSICHT: Der Chamäleon-Lader verträgt aufgrund seines Schaltungkonzepts keine Phasenumschaltung während der Ladung - zur Phasenumschaltung muss der Ladevorgang beendet und danach wieder gestartet werden, Also unbedingt vorher klären, wie bei der Wallbox eine Phasenumschaltung abläuft.
Wenn man sich mal den Ratgeber (siehe Link in meinem Beitrag) durchliest, sieht man, dass die Phasenumschaltung eigentlich eine Spielerei ist, die keinen Sinn ergibt.
Hierfür ein Beispiel:
Dein Auto lädt dreiphasig und hat damit eine minimale Ladeleistung von 4,2 kW.
Du schließt es abends an die Wallbox an und startest einen PV-Ladevorgang. Der Ladevorgang wird gestartet und kurz darauf mangels PV Strom auf 0 kW gesetzt.
Am nächsten Morgen, wenn die Sonne stark genug scheint und deine PV-Anlage mindestens 4,2 kW liefert, wird der Ladestrom gemäß deines PV Ertrags nach oben gefahren.
Steigt oder sinkt der Ertrag im Tagesverlauf, passt sich auch die Ladeleistung an.
Fällt der Ertrag unter 4,2 kW, pausiert die Wallbox das Laden, da sonst zusätzlicher Netzstrom benötigt werden würde.
Erst wenn wieder genug Strom da ist, wird weitergeladen.
Wenn dein Auto nur einphasig lädt, erkennt das die Wallbox automatisch.
Dann startet und stoppt sie das Laden bereits bei 1,4 kW PV-Leistung.
Beendet wird der Ladevorgang, wenn dein Auto voll ist oder dein Ladelimit erreicht ist.
In den Wintermonaten reicht der PV Ertrag der meisten privaten Anlagen nicht aus, um die Mobilität durchgehend sicherzustellen. Das kann auch bei kleineren PV Anlagen mit weniger als 6 kWp im Sommer gelten. Um dennoch eine PV-Optimierung zu gewährleisten, findest du in der Click2Charge App auch noch den Modus „Solar+Stromnetz“. Aktivierst du diesen Lademodus, lädt dein Fahrzeug immer mit mindestens 4,2 kW und erhöht die Ladeleistung nur, wenn der PV-Ertrag entsprechend höher ist.
Bei der ZOE reichen auch 4,2 Kw nicht aus. Wenn man in einem reinen Überschussmodus lädt, regelt die Wallbox dann in der Übergangszeit andauernd wischen "an" und "Pause". Man verschenkt damit mehr, als man gewinnt.
Sinnvoll ist ein Hybridmodus, also man nimmt den Überschuss und ergänzt mit Netzstrom solange, bis genug Überschuss zum reinen Überschussladen verfügbar ist, dann steigt die Ladeleistung auch über die Mindestleistung, die man festgelegt hat. Bei allen anderen Varianten (einphasiges Laden bei weniger Überschuss als für 3-phasig erforderlich) würde die Ladung sehr lange dauern. Ein Szenario, wenn man das Fahrzeug eher ein Standfahrzeug ist und man aus "ideologischen" Gesichtspunkten den Strom lieber im Auto möchte, als ihn entweder anderweitig sinvoll zu nutzen (Waschmaschine, Geschirrspüler etc.) oder ihn einzuspeisen. Da die Ladeverluste bei niedrigr Ladeleistung höher sind als bei "vernünftiger" Ladeleistung, sollte man abwägen, was einem eine Überschussladung überhaupt einbringt.