Wie findet ihr mein Lade-Schema?

  • Hallo alle zusammen!

    Mich würde mal interessieren, was ihr von meiner Ladecharakteristik haltet:

    Da ich ja nicht viel fahre, bin ich auf öffentliche Ladesäulen nicht so angewiesen wie jemand, der sein Auto für den Arbeitsweg braucht.

    Jetzt habe ich mir überlegt, folgendermaßen zu laden:

    Ich lasse das Auto mal auf etwa 20% runter kommen und hänge ihn wieder ca. 4 Stunden an die Dose.

    Dann nach paar Km lade ich ihn wieder für paar Stunden, dann vielleicht mal etwas länger oder kürzer, je wie ich denke.

    So, daß er allmählich mal wieder auf etwa 80% hoch kommt. (Unregelmäßigkeiten bewußt gemacht...)

    Und nur, wenn mal ne längere Fahrt eingeplant ist, mach ich ihn mal voller!

    Vom Prinzip her also meine "Kleine" an verschiedene Ladestände gewöhnen...


    Was haltet Ihr - und besonders der Akku - davon?

    Danke schonmal für Eure Antworten!!!

    ZOE life, R110 Z.E ,41 KW, blackpearl Phase2 08/2020

  • Im allgemeinen fühlt sich der Akku bei einem ladestand zwischen 20-80% am wohlsten.

    Von zeit zu zeit, so als grobe richtung solltest du vielleicht einmal im Quartal über eine komplett Ladung nachdenken, kommt aber bestimmt auch auf deine fahrleistung an, damit die Zellen balanciert werden.

    ZOE life Phase2 41kwh mit Winterpaket, Armlehne, Nebelscheinwerfer und Ganzjahresreifen BJ 05/20


    Grand Scenic 4 TCE 140 EDC Bose

  • Jou...Danke Klaus!

    Genauso!

    Ab und zu mal zur Balancierung voll machen.

    Wenn er dann mal 3 Tage in dem Zustand steht, ist das aber nicht schlimm, oder?

    ZOE life, R110 Z.E ,41 KW, blackpearl Phase2 08/2020

  • Dann nach paar Km lade ich ihn wieder für paar Stunden, dann vielleicht mal etwas länger oder kürzer, je wie ich denke.

    Kann man so machen, hat aber keinen praktischen Nutzen. Hätte ich eine Wallbox, würde ich immer auf etwa 80 % laden, vor längeren Fahrten auch voll.

    Da ich aber keine habe, mache ich es im Prinzip wie Du. Ich lade immer da, wo ich gerade parke, wenn es sinnvoll und machbar ist. Das reicht auch zeitlich nicht immer bis voll, und so lade ich dann bei nächster Gelegenheit wieder nach.

    Zoe Intens R135 Z.E. 50 in Titanium-Grau

  • Ok, ich dachte eben, nicht immer den gleichen Akkustand und stehen lassen. Sozusagen als Training...

    Eben wie s grad sich anbietet. Ich führe mal Protokoll...

    ZOE life, R110 Z.E ,41 KW, blackpearl Phase2 08/2020

  • Danke für das Video!

    Wenn ich das zusammenfassend richtig verstanden habe, sind geringe Ladestroeme gut.

    Und ich lade hauptsächlich mit Notladekabel.

    Bleibt für mich aber die Frage, ob geringe Teilladungen in höherer Anzahl schädlich sein könnten?

    Mein Schema:

    Nach 20 km mal wieder 10 - 20 % laden...?

    Und Akku im mittleren Bereich halten, dann mal etwas mehr laden, dann mal wieder runter kommen lassen auf 20 bis 30% und so weiter.

    ZOE life, R110 Z.E ,41 KW, blackpearl Phase2 08/2020

  • Naja, ich bin Protokoll -führen eigentlich gewohnt.

    ich versuchs halt mal...

    jedenfalls sieht man daran jetzt schon, dass die Kapazität bei Ladeende nicht die gleiche ist wie bei nächstem Fahrtantritt zwei, drei Tage später.

    Bei Ladeende: 42% gehabt

    Nach 3 Tagen 46%.

    Auf die Anzeige kann man sich bestimmt nicht verlassen oder der Akku hat sich selbst " nachgepumpt...👍😄

    ZOE life, R110 Z.E ,41 KW, blackpearl Phase2 08/2020

  • Also ich führe auch ein Fahrtenbuch und führe die Akkudaten auf. Im Sommer war die Daten identisch, aber jetzt wo die Temperaturen schwanken von 8 auf 1 Grad, und Regen Nebel, sind meine Daten jeden Tag unterschiedlich. Im Trend schon identisch, aber alleine wenn ich meine 210 Km täglich im Regen fahren macht es fast 20 bis 40 Km Reichweite weniger. In Moment benötige ich 1 bis 3 KW mehr pro 100 km von 13, 7 Kw im Sommer liege ich zu Zeit bei 14,7 bis 16,01.

    ZOE Experience R 110 Z.E 50 , Winterpaket, CCS, Visio-Paket, Navigationspaket


    :)

  • Vielleicht kann Dir unser Member wohliks dazu etwas sagen, der ist von Fach.

    Aus dem Bauch raus würde ich sagen, dass dieses Ladeverhalten in der Spanne 20 - 80 % zumindest nicht schädlich ist, soweit man "schädliches Laden" überhaupt vermeiden kann. Ganz sicher spielt dann die Umgebungstemperatur ein Rolle und allgemein hat man mit dem tropfenweisen Laden zwangsweise auch höhere Ladeverluste.


    Das Thema 2 Zeilen unter dem Deinen hier - Laden zu Hause - kennst Du?


    Nur so mal als Gedanke, bei Solaranlagen mit Speicher ist das eigentlich nicht viel anders.
    In Youtube gibt es sehr nette und anschauliche und informative Videos von einem Poster "Solaranlage", schau Dich mal bei dem um ...

    In diesem Video erklärt er, dass er, dass er das Laden seiner Speicheranlage sowohl nach oben wie das Entladen nach unten begrenzt und warum.
    Einer seiner vielen Videos:

    https://www.youtube.com/channel/UCd1Iu2a2M_z2RasjudJZ4Kg

    ZOE R 135 Intens titanium grau, 11/2020 :) Ausstattung: so ziemlich alles außer Einparkhilfe

  • Vielleicht kann Dir unser Member wohliks dazu etwas sagen, der ist von Fach.

    Na ja, "vom Fach" ist übertrieben - ich habe mal E-Technik studiert und interessiere mich u.a. für die verschiedenen Akku-Technologien, weiß aber eigentlich nicht mehr, als man so in der frei zugänglichen Literatur dazu findet.


    Ich habe mich gegen das Notladekabel entschieden, denn damit hat die Zoe dem Vernehmen nach relativ hohe Ladeverluste bis zu 20 %, man bezahlt also für Strom, der am Ende gar nicht im Akku ankommt. Für die regelmäßige Ladung zu Hause habe ich mich für 11 kW entschieden - laut meiner Buchführung bewegen sich dabei die Ladeverluste im Bereich von 5 - 10 %. Edit: Mein Geschreibsel bezüglich Ladung mit 0,5 C etc enthielt einen Denkfehler, darum habe ich's jetzt lieber gelöscht - will ja keinen Blödsinn verbreiten... :/


    Ich lade meist, wenn der SoC sich auf unter 40 % zubewegt, damit die Vorklimatisierung genutzt werden kann und um Reserve für eine ungeplante Fahrt zu haben - dann lade ich möglichst bis 90-95 %, weil dann der B-Modus uneingeschränkt funktioniert. Eine 100%-Ladung mache ich vor einer geplanten Fahrt und vermeide so, dass das Auto mit 100 % länger steht, denn bei Vollladung ist (theoretisch) die Akku-Alterung beschleunigt - andererseits ist bei 100 % der Akku ja genaugenommen gar nicht ganz voll, weil die Brutto-Kapazität höher ist als die nutzbare Kapazität, einen Sicherheitspuffer hat Renault also schon im Batteriemanagement eingebaut. Die Balancierung der Zellen findet übrigens laut Renault kontinuierlich statt, nicht nur bei einer 100 % Ladung. Ob sich durch die ganzen Vorsichtsmaßnahmen über die Nutzungszeit hinweg der Akku wirklich spürbar besser hält, ist fraglich - vermutlich geht der Effekt in den Meß-Ungenauigkeiten unter.


    "Trainieren" im Sinne von "an verschiedene Ladezustände gewöhnen" muss man einen Akku übrigens nicht - diesen Aufwand kannst Du Dir jedenfalls (er)sparen...

    Viele Grüße aus Nordhessen... ☆ ZOE Intens R135 Z.E.50

    Bernhard

    3 Mal editiert, zuletzt von wohliks () aus folgendem Grund: siehe im Text

  • Bei Ladeende: 42% gehabt

    Nach 3 Tagen 46%.

    Auf die Anzeige kann man sich bestimmt nicht verlassen oder der Akku hat sich selbst " nachgepumpt...

    Dazu hätte ich eine Theorie anzubieten: Das wäre erklärbar, wenn Renaults Aussage zum stetigen Balancing stimmt. Der Ladezustand richtet sich vermutlich nach der schwächsten Zelle - wenn nach einer gewissen Zeit alle Zellen ausbalanciert sind, kann dadurch die nutzbare Gesamt-Energiemenge etwas zunehmen. Die Energie war schon vorher im Akku vorhanden, sie wurde nur vom BMS zum Schutz der schwächsten Zelle(n) nicht als nutzbar angezeigt...

    Viele Grüße aus Nordhessen... ☆ ZOE Intens R135 Z.E.50

    Bernhard

  • Ein ist Klar, der Akku ist das Herzstück eines e-Autos, und jeder von uns möchte das maximale und lange Lebensdauer erzielen, egal ob gekauft oder Mietakku.

    Die Zeit wird es zeigen, welche Art der Ladetechnik die richtige ist. Fast jeder hat nun eine Smartphone und Erfahrung sammel können, aber der Ladestrom zu e-Auto ist unheimlich hoch.

    Die meisten laden mit 11 kw, auch mit 22 Kw an der Ladesäule, das sehe ich nicht als kritisch, aber die Autohersteller reden schon von 100 bis 200 KW.

    Der neue E-Megan kann mit DC 130 Kw geladen werden. bei 60 KW Akku der Wassergekühlt wird. Also um das 10 bis 20 fache wie beim 11 kw Wallbox.


    Also müssen wir nun davon Ausgehen, dass Hauptproblem liegt in der konstante Akku-Wärme. Je konstanter die Wärme des Akkus, desto länger die Lebens des Akkus und geringer Innenwiderstand beim Laden.

    ZOE Experience R 110 Z.E 50 , Winterpaket, CCS, Visio-Paket, Navigationspaket


    :)