Beiträge von Crash_Override

    Ja ist einfach geil, Technik die mal einwandfrei funktioniert! Ich bin auch gespannt auf den Winter, in der anfangszeit der Zoe ging der Kompressor gut ab vorne drin, sodass das Gas/Bremspendal gut mitvibriert haben, kam Wärme aufjeden Fall. Jetzt wirds spannend ob es sogar besser ist als zur Anfangszeit, wie du :D


    Die Leitung und das Steuergerät welches ich nicht habe, ist für die DC Ladung der Zoe. Teile davon habe ich schon bei mir liegen, da ich das eventuell nachrüsten will. Dank dir habe ich sogar jetzt Bilder wie diese korrekt verlegt werden :D


    Das etwas Kältemittel über die Jahre verloren geht ist völlig normal und betrifft fast jede Autoklima, da O-Ringe und Schläuche verwendet werden, da diffundiert immer etwas Kältemittel hindurch. Die großen Industriekältemaschinen sind in der Regel alles Kupferleitungen und verlötet, da werden oft die Ventile, Sensoren, Absperrelemente undicht mit der Zeit, gut die Anlagen laufen auch meist 24/7.


    Niederdruck wurde zu Hochdruck und umgekehrt.

    Ganz so stimmt das allerdings nicht, die Hochdruckseite bleibt die Hochdruckseite sowie die Niederdruckseite die Niederdruckseite bleibt, der Kompressor dreht ja nich anderst herum, kann ein Scrollverdichter garnicht.


    Wenn du im Heizmodus auf den Drucksensor (1202) der Zoe also über CanZE schaust wirst du sehen das dieser ziemlich abgeht, obwohl die Drehzahl so gering ist. Hoher Druck = Hohe Kältemitteltemperatur, die wir im Innenraum brauchen.


    Das was du auf den Manometern siehst ist jetzt beides die Niederdruckseite, da der Hochdruckseiten-Füllport (HPP) nach dem Expansionsventil Richtung Frontradiator angeflanscht ist. Das Bypassventil (2311) ist für das Heizen geschlossen, sodass das Kältemittel in den Frontradiator nur noch über dieses (FOT) verdampft werden kann, daher sinkt der Druck ab und damit auch die Temperatur. Die Niederdruckseiten-Anschluss (LPP) ist nach wie vor kurz vorm Kompressor, vor dem Klimatrockner.Daher sind nun beide Drücke gleich (Achtung die beiden Manometer haben unterschiedliche Skalen), weil im Endeffekt beides auf der Niederdruckseite im Heizmodus gemessen wird.

    heizmodus.jpg

    Achja 3-Wege-Ventil und die beiden Ventile zu den Verdampfern für Innenraum und Akku werden auch zugehalten, die Ventile sind spannungslos alle offen, damit man eben Klimaservice machen kann. Es werden alle Ventile gleichzeitig geschaltet, das gibt den tollen "fuuuummmppp" Sound kurz nach dem Einschalten der Heizung.

    Puuh schwierig ja, hätte ja gesagt komm vorbei wir Tauschen den Burschen, aber das Spänethema ist ja leider noch nicht ganz vom Tisch, zudem habe ich jetzt auch keine Unmengen an Kältemittel zum Auffüllen.


    Am besten wäre es eben sicherzustellen das keine Späne im System sind, ich weiß nicht wie freie Werkstätten aktuell so drauf sind.

    Ein einfacher Test wäre eben Kältemittel absaugen, die Saugleitung am Kompressor (die hintere) zu demontieren und Einwegspritze plus passender dünner Schlauch da rein und eine Ölprobe ziehen.


    Wenn diese grau/matt ist, sind Späne im System. Durchsichtig grünlich alles soweit in Ordnung.


    Wenn Späne drin sind, ist es mit den Kosten auch immer so eine Sache, Spülen, Kondensator, Expansionsventile (sitzen in den Leitungen) neu, kostet bestimmt auch genug.


    Auch wenn man es nicht angeht, sollte man irgendwas tun, dass der Kompressor nicht wieder anlaufen kann, das sauberste aber aufwändigste wäre das rausprogrammieren. Das einfachste den Steuerstecker abziehen, was aber eine DTC setzt und ggf. die Akkuladeleistung irgendwann drosselt (mir selbst noch nicht aufgefallen). Alternativ Blindstecker besorgen und die HV-Leitung abziehen, gibt aber auch eine DTC.


    Problem ist dass der Elektromotor des Kompressors komplett im Ölbad sitzt, die Windungen sind nackig da drin, wenn die Isolierung irgendwann durch den ständigen Lauf im kontaminierten Öl durchgescheuert sind kann es ein HV-Isolationsfehler geben, welcher den Wagen dann komplett (vorübergehend) still legt.

    Ja ok für ein bisschen Komfort ist es wohl zu teuer plus der Stress mit dem Airbag.


    Bei Totalausfall aber sinnvoll gleich auf die neuesten Taster zu gehen, hast du eine Teilenummer eventuell ?

    Uh ok wow, das ist super.


    Die Zoe ist mein erstes Auto mit TPMS also von daher bin ich auch Newcomer in dem Bereich, wenn die solange halten wärs topp, wobei meine Stahlfelgen schon bisschen Flugrost angesetzt haben, eine Zierblende hat auch schon seine Schwachstellen gebildet... werde ich vielleicht irgendwann gegen gebrauchte Alufelgen austauschen.


    Also ich hab ein Flipper Zero und sehe die Sensordaten getrennt vom Auto, aber Batteriezustand etc. wird leider nicht angezeigt.


    Gibt es Probleme mit der HU, wenn eine der Sensoren spinnt oder nur ein freundlicher Hinweis/Nebenabweichung ?

    Kein bekannter Softwarefehler, was man weiß ist dass die Zoe Ph2 automatisch lernt wo welcher Sensor sitzt (wohl nicht immer 100% perfekt), da wohl mehere Antennen verbaut sind oder eine die das Signallevel mehr oder minder präzise wiedergibt.


    Ein Anlernen mit einem Diagnose Gerät ist also nicht nötig, also wird wohl der Sensor defekt oder dessen Batterie leer sein. Über den ganzen TPMS Kram gibt es relativ wenig dazu, vermute weil es meistens einfach läuft. Übliche Lebensdauer ist wohl so zwischen 5 und 10 Jahren, meine vier laufen auch noch soweit, nach fast 6 Jahren.


    Jemand mit einem TPMS Diagnosegerät oder einem Flipper Zero könnte versuchen einen Wakeup Puls zu senden, ob sich da noch was tut.


    Die Teilenummer ist die 407004CB0B


    Es wurden auch schon erfolgreich billige Chinasensoren eingebaut: RDKS Sensoren ZOE PH2 Baujahr 2020

    Hi,

    ich hab den über einen eBay-Teilehändler gekauft. Schau mal hier, da sind ein paar Links dazu:


    Hol dir auf jeden Fall noch einen Dichtungssatz und erneuere gleich die O-Ringe an den Kältemittelleitungen: FA1 3418-001 Dichtringsatz, Klimaanlage.


    Der Kompressor kommt mit 120 ml Öl und hat keine Ablassschraube. Wenn du den alten ausgebaut hast, kannst du das Öl über den Sauganschluss (den hinteren Anschluss) ausleeren. Das Gleiche machst du mit dem neuen Kompressor und füllst anschließend nur so viel Öl wieder ein, wie beim alten herausgekommen ist. Das muss jetzt nicht auf den Milliliter genau sein, ein Schluck mehr oder weniger ist nicht tragisch.


    Die Zoe einschlafen lassen und dann den 12-V-Minuspol abklemmen. Das Kabel ist schön lang und kann vorne gut irgendwo untergeklemmt werden. Dadurch hast du keine HV mehr und der Überbrückungsstutzen des Minuspols ist beim Demontieren des Kompressors nicht im Weg. Wenn du dir unsicher bist, kannst du zusätzlich im Beifahrerfußraum den HV Service Disconnect trennen.


    Den Luftschlauch vom Gebläsemotor zum Motor abschrauben. Vorher die Entlüftung aus den Schellen entfernen und den Schlauch auf die rechte Seite legen. Der Luftschlauch ist mit einer Schelle am Gebläse und mit drei Schrauben am Block befestigt.

    Vorher den Bereich um den Ansaugstutzen etwas entstauben bzw. mit einem Lappen sauber wischen, damit später kein Dreck in den Motor bzw. an dessen Flansch fällt. Wenn du den Luftschlauch demontiert hast, nimm Luftpolsterfolie oder etwas Ähnliches, um die entstandene Öffnung zu verschließen, damit nichts hineinfallen kann.

    Falls du auch so einen fiesen Kabelbinder hast, der dir die Hand aufscheuert, kannst du zusätzlich die entsprechende HV-Leitungshalterung lösen.

    kompressor(1).png

    Den Stecker einfach per Hand abziehen. Erst die blaue Entriegelung ganz nach hinten schieben, dann seitlich die Rastnase drücken und den Stecker herausziehen. Der Signalleitungsstecker geht ebenfalls einfach ab – nur die Rastnase drücken.


    Am besten zuerst die Kältemittelleitungen demontieren, nachdem du die Stecker getrennt hast. Wenn du eine Schraube heraus hast, die Leitung langsam herausziehen. Es fängt dann an zu zischen, weil sich noch Rest-Kältemittel im Öl löst. Wenn es weniger wird, kannst du die Leitung ein Stück weiter herausziehen.

    Wenn du die Leitung ruckartig herausziehst, spritzt das Öl nur so um sich und du versaust dir alles. Am besten jetzt gleich die O-Ringe tauschen, solange noch alles schön ölig ist.


    Danach die drei Schrauben am Kompressor lösen. Die obere sieht man wunderbar, an die vordere kommt man auch noch gut dran und bei der hinteren muss man ein bisschen spielen, je nachdem, was der Werkzeugkasten hergibt.

    Wichtig ist, dass sich das schwarze Blech am Kompressor mit löst. Wenn die Schrauben locker genug sind, dass du sie nur noch mit der Verlängerung drehen kannst, das Blech mit der anderen Hand festhalten und dann Schraube und Blech gemeinsam herausziehen. Dann ist der Kompressor auch schon vom Block befreit.

    schraubenlöcher(1).png

    Nach dem Ölstandsangleich das Ganze einfach rückwärts wieder zusammenbauen. Beim Einführen der Kältemittelleitungen ruhig ein wenig hin und her bewegen, damit es besser flutscht. Die neuen O-Ringe sind etwas „dicker“. Falls die Leitung gar nicht rein will, mit dem Finger noch etwas Öl auf dem Anschluss verteilen.

    Kein Thema, Geben und Nehmen 😃


    So die ersten Ergebnisse im Wärmepumpen Modus. Klar die Temperaturen sind mild, aber der alte Kompressor war damit schon fast am Deckel.


    Außentemperatur 14 Grad, Innenraum auf gemütliche 23 Grad.


    Kompressor ist am unteren Anschlag 800rpm, 250-300W und taktet sogar. Ich denke für den kommenden Winter brauche ich keine dicke Jacke mehr.IMG_0032.png

    Dank dir!


    Fast 1,2kg, damit ich etwas Reserve habe, hab aber keine Messungen mehr gemacht, war zu heiß an dem Tag und ging jetzt doch genug Zeit in die Baustelle.


    Grundsätzlich bei Kälteanlagen mit Mangel, sinkt der Niederdruck also die Saugseite vom Kompressor bzw. eben nach dem Expansionsventil / Verdampfer weiter ab als gewöhnlich/designed, welches in einer geringeren Temperatur endet (siehe Dampfdrucktabelle des Kältemittels), dieses führt zum einfrieren der Leitungen oder im schlimmstenfall des Verdampfers.


    Es gibt deswegen gleich mehere Gefahrenquellen, die weitere (teure) Schäden nach sich ziehen können, die beiden mit dem meisten Zerstörungspotential sind folgende:

    -> Einerseiters kann der Differenzdruck oder eben die min/max Druckwerte des Kompressor überschritten werden, welche der Hersteller angibt.

    + Beispiel es wird aufgrund der hohen Außentemperatur rund 17-18 Bar erzeugt, um entsprechend hohe Kältemitteltemperatur zu erzeugen, um Wärmetransfer an die Umgebung zu bekommen. Die Saugseite sollte 3-4 Bar nicht unterschreiten, aufgrund Kältemittelmangels ist diese zum Bsp unter 1 Bar herum, was eben auf die mech. Teile hier die Spirale (Behrühurng möglich, damit Reibung etc.) und Ventile wesentlich erhöht und damit den Verschleiß und auch die Lebensdauer.

    -> Der andere Grund ist die extrem niedrige Temperatur, wenn wir bei R1234yf bleiben, sind wir bereits unter 0 Grad Celcius bei 3,15Bar. Nehmen wir an wir haben soviel Mangel das wir bei 2 Bar Saugseite enden, dann hat die Verdampfung im Verdampfer schon unter -12 Grad.

    Kondenswasser auf dem Verdampfer friert ein, Eis dehnt sich aus, und kann den Verdampfer zerstören indem das Material strapaziert wird und kleine Löcher oder Risse sich bilden, das Kältemittel kann entweichen.

    Zudem ist auch die Schmierung beeinträchtigt da die Kompressor Öle natürlich auf die Temperaturbereiche eingestellt sind, aber bei massiven verlassen der vorgesehen Kurven trotzdem die Viskosistät zunimmt.


    Der Zoe Kreislauf hat keine regelnde Elemente wie elektronische Expansionsventile außer die Kompressordrehzahl und keine Temperaturfühler oder Druckfühler auf der Verdampfer / Saugseite. Deswegen kann hier Kältemittelmangel Schäden verursachen weil das Steuergerät es einfach nicht mitbekommt. Ein weiterer Drucksensor oder wenigstens Temperaturfühler auf der Verdampferseite, könnte Kältemittelmangel als DTC melden und den Kompressorbetrieb bis zum Erholen der Temperatur/Druck einschränken oder einstellen.


    Aber auch bei professionellen Kaltwassersätzen werden immer wieder Sensoren weggelassen, oft bauen wir nach Ende der Gewährleistungszeit eigene Steuerungen ein, da die originalen meist sehr primitiv sind und Energieverbrauch hierzulande voll im Fokus steht und rüsten auch Sensoren nach, um möglichst frühzeitig Probleme festzustellen. Oft reicht es einfache Anlegefühler anzubringen oder an einen freien Anschluss einen weiteren Drucksensor anzuschrauben.

    saugseite.jpg


    Was können wir daraus mitnehmen?


    Die Leitung vom Innenraumverdampfer kommend sitzt links von vorne in den Motorraum schauend, da wo die beiden Elektroventile nebeneinander sind (das andere ist für den Akkuverdampfer). Danach geht es in den Trocker/3-Wege-Ventil und dann der dicke Schlauch zur Saugseite des Kompressors.


    Meine Leitungen werden jetzt so ca. 8-12 Grad Kalt bei ca 33-34 Grad Außentemperatur und Lüftung auf Low mit viel Ventilator, Kompressor nahezu maximum 5500-5900rpm bei wenigen Minuten Betrieb.

    reif.jpg


    Es bildet sich Reif aber gefrieren tut nichts... vorsichtig gesagt, da ich es noch nicht getestet habe, wenn die Leitung innerhalb weniger Minuten extrem Kalt wird und sich recht schnell Eis bildet ist da ein Anzeichen auf Kältemittelmangel.


    Die Leitungen sind wärmer als im Verdampfer verdampft wird, da ja Wärme wieder aufgenommen wird, wenn es aber an den Leitungen schon gefriert, wird die Verdampfungstemperatur noch niedriger sein.