Kostenlose Ladesäulen - Renault ZOE Laden beim Einkauf bei LIDL Aldi Kaufland und Co.

  • Meine unmaßgebliche Meinung: bei EV-Fahrern gibt es, befeuert durch die extrem unterschiedlichen maximalen Ladeleistungen, eine Mehrklassengesellschaft. Dies wird auch von Seiten der Hersteller durch teilweise exorbitante Preissprünge geschürt.


    Früher kannte man das hauptsächlich von den Fahrern deutscher Oberklasse-Limousinen, die als kostenpflichtiges Ausstattungsmerkmal die ausschließliche Nutzung der Überholspur erworben hatten.


    Heute ist es eben die Nutzung von Schnellladern, die Fahrer von >50k teuren EVs für sich in Anspruch nehmen. Hat sich also nix verändert.


    Klar nervt es mich auch, wenn ich DC laden möchte, aber keine Säule frei ist. Manchmal verliert man, manchmal gewinnen die Anderen. Dennoch stehe ich 5 Minuten vor Ladeende am Fahrzeug, um die Säule sofort frei zu machen. Gehört für mich einfach zum guten Ton, verbunden mit der Hoffnung, als gutes Beispiel voran zu gehen.

    She: Zoe R135 Z.E.50 Ph2 Intens 11/2021 Winter CCS

    Me: MéganE E-Tech Evolution ER 12/2022 City & Adv. Driving Paket GJR

  • Klar nervt es mich auch, wenn ich DC laden möchte, aber keine Säule frei ist.

    sollte man auch nicht erwarten, warum auch. Wenn ich an einer normalen Tankstelle zum tanken fahre, erwarte ich auch nicht das man für mich ein Säule frei hat. Da hat man brav gewartet bis man dran ist. Desgleichen erwarte ich nicht, das sämtliche Ampeln auf grün sind wenn ich!!! unterwegs bin. Wenn Rot ist, muss man eben warten bis Grün ist.


    Aber das ist meine Meinung ;)

    02/21 ZOE R135 ZE.50 Intens, Black Pearl metallic, Winterpaket

  • Also bei der hybrid Sache stimme ich bur teilweise zu.

    Wenn es einer ist wie im Beispiel der nur 3 kW laden kann, es nachweislich zu ladebeginn eine schnelladesäule gibt und eine langsame, dann verstehe ich die Aufregung wenn er die für sein Fahrzeug überdimensionierte Schnelladesäule benutz anstelle von der anderen wenn er beide nutzen kann.

    Ansonsten sehe ich das so wer zuerst kommt darf zuerst laden sollte aber bei ladeende denn bitte auch die Säule wieder frei machen.

    Renault ZOE Phase 2 INTENS, Titanium Grau, BOSE (R.I.P. 18.07.2022)

    Renault ZOE Phase 2 INTENS, Dezir rot, Winterpaket

  • Ladesäulen sind eine knappe Resource und solange es zu wenige Anreize gibt, die knappen Resource optimal zu nutzen, werden sie suboptimal genutzt werden, weil die Nutzer glauben, sie hätten ein Recht dazu. Sie sind sogar im Recht, damit machen sie aber nicht gleich alles richtig.


    An den Telefonzellen stand lange Zeit die Aufforderung "Fasse Dich kurz!", aus Mangel an Anreizen (Ortsgespräch kostete immer gleich egal wie lang), musste die Aufforderung kommen, sich moralisch richtig zu verhalten. Richtig ist die knappe Resource zu schonen, so dass möglichst viele, sie nutzen können.


    Wenn ich heute an der grünen Ampel stehe und nicht losfahre, sondern in die Stulle beiße, am Kaffee nippe oder im Handschuhfach wühle, kommt sofort eine entsprechende Aufforderung, die knappe Resource Grünphase, doch bitte optimal zu nutzen und loszufahren.


    Irgendwann wird die Resource Ladesäule vielleicht nicht mehr knapp sein. (Niemand steht heute mehr vor einer Telefonzelle und wartet.) Wann das sein wird, kommt ein bisschen auf die Vorschriften oder Anreize an. In Einkaufszentren und an Arbeitsplätzen sollten Lademöglichkeiten zur Grundausstattung gehören. Dazu fehlt es noch an Regulierung oder an einem funktionierenden Markt. Ein funktionierender Markt stellt sich am schnellsten ein, wenn er groß genug ist, sprich größere Nachfrage besteht. Dazu gibt im Moment einfach zu wenige E-Autos.


    Dirk

    ZOE Ph.2 Zen R110 ZE50 12/2019 Easy Link 7; SMA EV Charger 11kW

  • Es wird wohl sehr wenige PHEV geben, die an CCS laden können.

    Ja und die sollten alle die 350 KW CCS Lader mit ihrer 10 kW Ladeleistung für eine Stunde nutzen. Darf ja jeder laden wo man möchte...

    Gegenseitige Rücksichtnahme und soziales Verhalten ist nicht angesagt... Ich kann, also mache ich das auch ist die Devise der meisten. Was interessieren mich die anderen...

  • Ja und die sollten alle die 350 KW CCS Lader mit ihrer 10 kW Ladeleistung für eine Stunde nutzen. Darf ja jeder laden wo man möchte...

    Kleiner Tipp: Wenn das Auto keine CCS-Ladetechnik an Bord hat, hat es auch nur einen AC-Anschluss - ein CCS-Stecker passt da nicht rein.


    Das oben beschriebene Szenario ist daher unrealistisch.

    Viele Grüße aus Nordhessen... ☆ ZOE Intens R135 Z.E.50

    Bernhard

  • Ja und die sollten alle die 350 KW CCS Lader mit ihrer 10 kW Ladeleistung für eine Stunde nutzen. Darf ja jeder laden wo man möchte...

    Gegenseitige Rücksichtnahme und soziales Verhalten ist nicht angesagt... Ich kann, also mache ich das auch ist die Devise der meisten. Was interessieren mich die anderen...

    Soziales Verhalten gibt es im allgemeinen kaum noch, jedenfalls nicht zwischen Menschen die sich nicht kennen. Wenn jetzt z.B. bei Lidl und bei den anderen Betreibern ja sowieso, das Laden kostenpflichtig ist, müsste es in deren Interesse sein das ihre Ladesäule Strom verkauft und nicht stundenlang durch einen Langsamlader blockiert wird.

    Vielleicht gibt es eines Tages dann für solche Fahrzeuge ab der ersten Stunde eine Blockiergebühr oder etwas in der Richtung.

    Ich persönlich hätte mir ohne die Möglichkeit zu Hause zu laden kein e-Auto gekauft. Das soll im Gottes Willen nicht überheblich klingen, nur mir wäre die ewige Warterei vor einer öffentlichen Ladesäule zu nervig ( wir haben nur ein Auto und können nicht bei Bedarf auf einen Benziner ausweichen ) und ich wäre beim Verbrenner geblieben. Bin nun 3 Jahre beim elektrischen Fahren dabei und möchte es nicht mehr missen. Aber es muss so kommen das keiner weiter als 1 Km fahren / laufen muss um eine öffentliche Säule zu erreichen. So wie es momentan ist, dazu noch die ausufernden Strompreise und die Ungewisssheit was mit der Förderung passiert wird sich garantiert nicht positiv auf die elektrischen Zulassungszahlen auswirken denke ich.

    ZOE Z.E. 50 INTENS, EZ. 11/21, Black Pearl, Vollausstattung exkl. dem Einparkassistenten.

  • Auch wenn OT hier ausufert: ich halte jegliche Form der Förderung inzwischen für reichlich überholt (auch wenn ich selbst indirekt durch den niedrigeren Preis für meine vier Monate alte Zoe davon profoitiert habe). Die BAFA-Prämie ist doch der Hauptgrund für die offene Aversion (und tlw. Aggression) der Verbrenner-Fanboys. Sie führt lediglich dazu, dass die Hersteller den Kaufpreis für ihre Fahrzeuge mit mehr oder weniger sinnfreien Extras künstlich aufblähen, um dennoch ihren gewohnten Schnitt zu machen. Ergo profitiert nicht der Kunde, sondern die Industrie.


    Das Geld wäre besser im Ausbau der Ladeinfrastruktur aufgehoben, da stimme ich uneingeschränkt zu.


    Und die hohen Strompreise sind nun mal hausgemacht durch Merit Order. Was anfangs dazu diente, den Erneuerbaren einen auskömmlichen Preis zu sichern, fällt uns jetzt voll auf die Zehen. Es sind nicht mehr die Erneuerbaren, die den Strompreis bestimmen, sondern die Gas-Kraftwerke. Um das zu ändern, müsste lediglich der Preis für die Verstromung von fossilem Erdgas gedeckelt werden. Das Merit-Order-Prinzip würde sich somit nicht mehr nach den Erdgasturbinen richten, sondern beispielsweise nach den Kohlekraftwerken. Der MWh-Preis wäre sicher um 25% niedriger.


    Interessanterweise erhält der Betreiber einer öffentlichen Ladestation für jede abgegebene kWh rund 0,18€ THG-Prämie, für eingespeiste kWh nur einen Bruchteil dessen. Also wäre ich als Betreiber einer großen PV auf meinem Gebäudedach sehr daran interessiert, möglichst viele kWh an der Ladesäule zu verkaufen. Wenn ich dafür zusätzlich noch 0,29€ je kWh bekomme, dann ist das ein verdammt gutes Geschäft. Da wäre ich ganz bestimmt sehr daran interessiert, Dauerlader rasch loszuwerden. Leider gibt es dazu eben (noch) keine geeigneten Mittel. Wen juckt schon eine mickrige Blockiergebühr? Viel sinnvoller wäre eine automatische Entriegelung des Steckers (bei Stationen mit fest angeschlagenem Kabel) oder der Buchse (bei Stationen ohne Kabel). Platziert man die Station günstig in der Mitte von vier Stellplätzen, dann wird bestimmt fast durchgängig geladen.


    Übrigens: der einzige Grund, warum ich eine Wallbox installieren ließ, ist das Vorhandensein einer PV mit 8kW. Zum Laden aus dem Netz würde mir ein Ladeziegel mit 3,6kW reichen. Für die rund 1.500€ hätte ich mir verdammt viel Strom kaufen können.

    She: Zoe R135 Z.E.50 Ph2 Intens 11/2021 Winter CCS

    Me: MéganE E-Tech Evolution ER 12/2022 City & Adv. Driving Paket GJR

  • Wenn auch OT sind das gute Gedanken, die sich zu teilen lohnt.


    Ich habe da selbst keine Einsicht, kann mich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass die Hersteller im Moment ein stärkeres Interesse haben, Verbrenner zu verkaufen. Interessenten können kaum E-Autos kaufen. Einen Gebrauchtmarkt gibt es praktisch nicht. Neue gibts auch nur tröpchenweise. Dazu die allseits bekannten z.T. berechtigten Bedenken auf der Käuferseite.


    Beim Ladesäulenproblem muss man nur mal aus der Verbrauchersicht schauen und dann entsprechend Anreize schaffen. Fakt ist es gibt zu wenige Lademöglichkeiten und sie befinden sich zum Teil an den falschen Orten. Ich erinnere mich an ein Beispiel, wo die Stadtwerke überall an ihre Trafohäuschen Ladestationen angebaut hatten. Nur war da weiter nichts. Da wohnte niemand, arbeitete niemand und kaufte auch niemand ein. Ich als Durchreisender konnte nicht mal Kaffee kaufen und auf Toilette gehen. Dafür war die Säule frei. Man freut sich ja besonders über die kleinen Dinge. ;)


    Schauen wir uns mal so ein Auto an. Die meiste Zeit steht es sowieso, größtenteils zu Hause oder im Betrieb. Also braucht es genug Ladeplätze da. In der Privatgarage hat man das schnell privat erledigt. Auf dem Laternenparkplatz wäre es eigentlich auch kein Problem, denn auch da gibt es einen Stromanschluss. In der Firma ist man da möglicherweise auch offen. Dann einen Großteil der Parkplätze in Einkaufszentren, Supermärkten, Restaurants usw. ausstatten und fast haben wir's. Jetzt noch die Raststätten, Autohöfe für's unterwegs laden auf der Langstrecke. Zu einer Ladestation hinfahren, weil es am Standort keine gibt, sollte keiner müssen, sondern immer, wenn der Wagen sowieso steht, sollte es auch ein Ladeangebot geben.


    Das werden natürlich nur sinnvolle Investitionen, wenn sich dann auch alle ein E-Auto kaufen können, aber ohne das die Infrastruktur voraus geht, werden die Vorbehalte und die auch die echten Probleme beim Laden bleiben und so die Käufe nicht in Gang kommen.


    Gegen eine Fehlbelegung von Ladestellen hilft auf jeden Fall ein Zeitfaktor. z.B. ob man lädt oder nicht, auf diesem Parkplatz bezahlt man immer das gleiche. Das könnte schon funktionieren, wenn auf einem Parkplatz immer die gleiche Ladestation mit 22kW aufgestellt ist und man einen Bereich zum Bezahlparkplatz machen kann (z.B. die oberste Etage im Parkhaus). Wenn dann jemand mit 3,7 kW lädt, bezahlt er als ob er mit 22 kW, laden würde.


    Dirk

    ZOE Ph.2 Zen R110 ZE50 12/2019 Easy Link 7; SMA EV Charger 11kW

  • Kleiner Tipp: Wenn das Auto keine CCS-Ladetechnik an Bord hat, hat es auch nur einen AC-Anschluss - ein CCS-Stecker passt da nicht rein.

    Aber Mercedes Mercedes A 250e, CLA 250e Coupé, mit 24 kW DC Ladeleistung, oder BMW i3 doppelt so schneller Bahnbrechenden 48 kW DC Ladeleistung am 350 kW CCS-Lader für zwei Stunden ist absolut realistisch.

    Denn diese Autos gibt es massig und die fahren auch Autobahn.

    Und dass ein CCS Stecker bei einem AC Anschluss nicht rein passt war nicht das Thema. Weiß dass nicht jeder?

  • oder BMW i3 doppelt so schneller Bahnbrechenden 48 kW DC Ladeleistung

    Dünnes Eis: Mehr hat die Zoe auch nicht - dann darf ich also unterwegs nicht mehr laden, wenn dort nur Hochleistungs-Lader stehen? Klassen-Gesellschaft jetzt auch bei E-Autos?

    Viele Grüße aus Nordhessen... ☆ ZOE Intens R135 Z.E.50

    Bernhard