Beiträge von Twiker

    Ja es ist schade, dass Renault das eigentlich geniale Konzept nicht perfektioniert hat und stattdessen nun zu den normalen Türbändern zurück geht. Das wäre schon wegweisend gewesen. Die Ersatzteilpreise deuten aber darauf hin, dass diese "noch nicht perfekte Kapselung", zumindest bei der bisherigen Stückzahl, auch in der Produktion noch deutlich teurer als normale Türbänder waren. Ich gehe davon aus, dass Renault ein Patent darauf hat. Vielleicht haben Patentverhandlungen mit anderen Herstellern nicht zum gewünschten Ziel in Form von Preis und Stückzahl geführt.


    Im Beitrag #15 hat ZoeZE50 zwei Bilder gepostet, die eine gute Position der Schmierlöcher am Rand der oberen Krümmung zeigt. So habe ich auch gebohrt. Das waren wenige Minuten Aufwand für alle vier Türen. Die Lochstärke so, dass der Sprühkopf reinpasst. Das waren bei mir glaube ich 3 oder 4 mm. Und einmal im Jahr sollte man die normalen Türbänder auch fetten, also kein Mehraufwand, aber damit auch kein Vorteil gegenüber normalen Türbändern.

    Bei einem solchen Verschleißteil würde ich nicht von geplanter Obsoleszenz sondern von einem Kompromiss zwischen Kosten und Haltbarkeit sprechen.


    "Geplante Obsoleszenz" klingt mir doch sehr nach Verschwörungstheorie. Ich arbeite in der Automobilindustrie (nicht bei Renault) und habe da schon vieles, insbesondere gewaltigen Kostendruck, aber keine geplante Obsoleszenz, erlebt.

    Ich glaube Renault hat insofern daraus gelernt, dass die grundsätzlich gute Idee mit dem "wartungsfreien" Zylinder nicht weiter verfolgt wird und bei neuen Modellen wieder "übliche" Schließmechanismen verwendet werden, die natürlich auch regelmäßig (offen) geschmiert werden müssen. Eigentlich schade, aber eben unbefriedigend gelöst und vielleicht haben sie keine "perfekte" Weiterentwicklung gefunden.

    Ich bin mit der Wirkungsweise des Liqui Moly Haftschmiersprays voll auf zufrieden. Ich habe jeweils oben ein Loch gebohrt, so dass der Sprühkopf hinein passt.


    Nach der ersten stärkeren Versorgung hat danach einmal im Frühjahr ein Sprühstoß je Tür bei mir jegliches Knacken seit rund drei Jahren verhindert.

    Egal welches Automodell, ...


    ... wenn man sich vor allem ängstigt, was einzelnen anderen damit widerfährt, und deswegen das Fahrzeug abstößt, dann ehrt es zwar, wenn man die eigenen Erfahrungen weiterhin teilt, ...


    ... aber ich zumindest, würde andere damit nicht noch jahrelang damit auch versuchen zu ängstigen.

    Man hat die Wahl: Wertverlust oder Reparaturen.


    In den ersten Betriebsjahren ist es ein hoher Wertverlust bei geringen Reparaturkosten. Im Laufe der Zeit dreht sich das Verhältnis um.


    Die Reparaturen kommen auch nicht regelmäßig. Aber dann kommt zB ein Satz Reifen für vielleicht 800 Euro. Bremsscheiben und Beläge pro Achse mindestens 500 Euro. Nach 10 Jahren kann der eine oder andere Türschließer kommen und die Klimaanlage bzw Wärmepumpe mit Undichtigkeit bzw Kompressor, Verdampfer. Auch Stoßdämpfer.


    Ganz zu schweigen von typischen Verbrennerkosten wie Lichtmaschine, Auspuff, Katalysator, Turbo, Kühlwasserpumpe, Zündkerzen, etc.


    Bei neueren Fahrzeugen kommen immer mehr Elektronikreparaturen, spinnende Steuergeräte, etc.


    Dazwischen können Jahre ohne jegliche Reparaturen sein, auch noch nach 20 Jahren.

    Bernhard spricht den ganz wichtigen positiven Aspekt des RDKS an. Das darf bei aller Kritik im Detail nicht aus dem Blick geraten. Fast alle unserer Fahrzeuge in der Familie haben und hatten irgendein "Problemrad", das den Druck etwas schneller als die anderen verliert. Ohne RDKS kann das schnell lebensgefährlich werden. Und auch wenn wir die Logik vielleicht noch nicht vollständig durchschaut haben, so ist es grundsätzlich sehr gut, dass bei niedrigerem Druck schneller gewarnt wird.

    Ich hatte meinen Senf ja auch schon dazu gegeben und fahre seit mindestens einem Jahr vollkommen ohne Warnmeldungen mit rund 2,8 vorne und 2,5 hinten. Wie gesagt: Keine Fehlermeldung auch zB bis Abweichungen 2,5/2,8 vorne links rechts oder 2,3/2,5 hinten links rechts.


    Vorher habe ich mich mit dem niedrigeren regulären Druck fast zwei Jahre lang über geringste Warnungen bei Abweichungen bereits von 0,1 geärgert, was zB schon im Stand durch Sonne auf einer Seite häufig vorkam, und egal ob Neu- oder Reinitialisierung immer wieder nervte und Arbeit machte.


    Ich bin wirklich für jeden wirksamen Tipp offen, aber nicht mehr für langwierige Tests von wilden Spekulationen. Solange fahren wir ganz entspannt weiter mit dem erhöhten Druck - natürlich nur in den Reifen 😉


    Übrigens habe ich vor einem Jahr auch neue Reifen vorne und habe schon ziemlich gesichert den Eindruck, dass der höhere Druck eindeutig dem Laufbild zu Gute kommt. Mit dem niedrigeren Druck waren die vorigen Reifen (ebenfalls Michelin Ganzjahresreifen) außen deutlich stärker abgefahren.

    Im Grunde sind die Scheiben der Zoe auch nicht anfälliger als andere mir bekannte Fahrzeuge. Und die Kosten dafür sind auch nicht höher. Dumm ist nur, wenn neue Scheiben einfach nach sehr kurzer Zeit, wenig benutzt, schon fällig werden.


    Die hinteren Scheiben unserer A-Klasse mussten wir zB vor 20 Jahren auch beim ersten TÜV nach 15.000 km bereits wechseln. Und den Smart habe ich vor gut 10 Jahren mal drei Wochen umständehalber im Sommer bei viel Regen im Freien stehen lassen müssen. Danach waren die vorderen Beläge an den Scheiben fest und neue Scheiben und Beläge waren nach weniger als drei Jahren schon fällig.


    Prinzipiell reicht es, jedes Auto mit Scheiben, möglichst im Trockenen stehen zu lassen (also zB Garage oder Carport). Und wenn das nicht möglich ist oder auch nach einer Fahrt im Nassen nicht längere Zeit unbenutzt weiter rosten zu lassen. Dann halten die Scheiben an einem E-Fahrzeug auch 6, 8 oder mehr Jahre. Die zweiten Scheiben unseres eSmarts glänzen nach mehr als 10 Jahren immer noch wie neu mit mindestens 80% Belagstärke. Ebenso sind die zweiten hinteren Scheiben der Zoe nach gut zwei Jahren wie neu.


    Hier im Thread geht es aber um eine gebrauchte Zoe. Und da kann man eben einen solchen Schaden unverschuldet erben. Unsere Zoe haben wir zB 2-jährig mit bereits erheblich rostigen Scheiben hinten gekauft. Das blieb auch mit allen hier schon genannten Tricks irreversibel, so dass wir diese vor dem ersten TÜV erneuert haben.


    Sollte die anvisierte Zoe von MartinSK nach vier Jahren noch die ersten (rostigen) Scheiben hinten haben, dann sind halt beim nächsten TÜV neue fällig. Ist ein sicherheitsrelevantes Verschleißteil. Wer sicher Auto fahren will muss das investieren. Da gibt es keine faulen Kompromisse.


    Und noch ergänzt: Unser TWIKE fährt nach 18 Jahren und rund 200.000 km immer noch mit der ersten Scheibe vorne, die wie neu glänzt. Die hinteren Trommelbremsen habe ich dagegen schon etliche Male neu belegt. Kommt also immer darauf an, wie man darauf achtet. 😉